Hamburg, Jungfernstieg

Since 2005.

Damals, als Flo und ich unseren Podcast starteten wollten wir natürlich nicht viel Zeit mit Quatsch verschwenden und entschieden uns für Soundcloud und Tumblr um unsere Podcasts ins Internet zu stellen.
Das lief eigentlich auch ganz gut, hatte nur den Nachteil, dass Soundcloud zehn Euro im Monat kostet, ohne, für so einen kleinen Podcast, sinnvolle Funktionen zu bieten. Am Anfang hatten sie noch so eine Art RSS-Download-Statistik, die sie dann aber wieder abgeschaltet haben.
Ich dachte es wäre vielleicht für die Discoverability ganz gut auf Soundcloud zu setzen, der Webplayer ist ja ganz gut und so, aber die einzigen, die uns auf Soundcloud gefunden haben waren Spambots, die fleißig die Episoden likten.
Wenn wir jetzt 100.000 Hörer hätten, und die Podcast-Downloads dann 10TB Traffic verursachen würden, dann okay, dann wären 10€ im Monat für Soundcloud natürlich ein Schnäppchen, so war das aber einfach kein guter Deal.

Es war also Zeit für einen Wechsel. Da ich schon immer mal etwas mit Kirby machen wollte, und letztens auch ein Kundenprojekt erfolgreich damit umsetzte, war die Wahl natürlich einfach. Zum Glück gibt es ein Kirby-Plugin zur Erstellung eines Podcast-Feeds. (Es ist leider recht alt und unmaintained und ich musste ein paar Sachen reparieren, glaub ich.)
Eine Sache die mich auch sehr störte, war der Release-Workflow mit dem alten System:
Das ganze Ding ist mit dem neuen System auf jeden Fall etwas einfacher geworden und lässt sich zum Glück auch noch weiter automatisieren, sobald ich mal Lust darauf habe:
Geht alles viel entspannter und hat noch den Vorteil, dass die Shownotes nun direkt im Feed und damit im Podcast-Client sind.
Geändert hat sich natürlich auch das Design, das auf Hannahs Kappe geht. Schön bunt und mit den Waveforms auch einen Podcast-Bezug. Dort drin versteckt sich auch direkt der Player, falls man dann doch mal im Browser reinhören möchte.
Falls ihr bisher nicht reingehört habt, versucht’s doch noch mal! Als Einstieg empfehle ich die Folge Nummer 33. Oder die, die danach kommen.
Bei Amazon nach etwas gesucht, Goliath gesehen und Billy Bob Thorntons Antlitz weckte direkt Interesse. Bereits in der ersten Staffel von Fargo gefiel er mir ja sehr gut.
Die Serie ist auch noch relativ frisch, wahrscheinlich hörte ich deshalb bisher nichts davon. Billy spielt jedenfalls einen etwas abgeranzten Anwalt – eine Rolle, die ihm sehr gut steht – der plötzlich die Chance bekommt einen ziemlich großen Case gegen seine alte Firma anzukurbeln.
Wie man sich denken kann, ist das alles aber nicht so einfach und über den Verlauf der Serie entfalten sich allerlei Abgründe und die Dramakurve nimmt ihren Lauf. Aktuell bin ich bei Folge 5, also noch mitten drin und bin relativ begeistert!
(Eigentlich wollte ich hier irgendwie mehrere Blogposts draus machen, machte ich dann doch nicht.)
Auch die restlichen drei Folgen waren sehr gut! Top Serie! Ich hoffe, das Amazon vielleicht eine weitere Staffel macht.
Am Sonntag war ich mit meiner Familie in der Neuen Flora, denn dort ist ja gerade das (neue) Aladdin-Musical zu Hause. Also, so neu, wie ein Musical halt ist, das vor einem Jahr startete. Oder sind es schon zwei? Die Zeit vergeht so schnell.
Ich hatte mich im Vorfeld nicht groß damit beschäftigt, hatte aber schon aufgeschnappt, dass es unter Musicalkennern nicht unbedingt den besten Ruf genießt. Mit entsprechenden Erwartungen kaufte ich also eine Karte für günstige 110€ (das ist echt ganz schön teuer. Aber Leute bezahlen es anscheinend.)
Bereits in der Pause und dann auch nach dem Ende der Vorstellung hatte ich sehr gemischte Gefühle. Im Großen und Ganzen war es natürlich gut, aber irgendwie bot es auch genau das, was Musicalhasser an Musicals hassen. Es ist super bunt, kitschig, laut und durcheinander, super teuer, alle tanzen und singen. Alles in allem also ein ziemlich mainstreamiges Musical.
Jedenfalls war ich am Ende ganz und gar nicht begeistert. Der Sound war teilweise gefühlt sehr schlecht, manche Stimmen gefielen mir nicht gut, die Lieder fand ich alle nicht so super, — und am schlimmsten — die Musical-Version von A Whole New World gefiel mir überhaupt nicht. Alles ein Tick schneller als das Original und gefühlt etwas emotionslos vorgetragen.
Mittlerweile ist Mittwoch und seitdem habe ich mir mindestens 20 Mal die Broadway-Aufnahme vom Musical angehört. Entweder habe ich mich einfach nur reingehört, oder die englischen Texte sind einfach besser. Außerdem habe ich seit Tagen diverse Ohrwürmer, aus allen Teilen der Vorstellung. Sogar die Version von A Whole New World finde ich gar nicht mehr so schlimm. (Das Original ist trotzdem noch besser)
Jetzt hätte ich Lust es mir nochmal anzuschauen. Finde ich es besser, nachdem mich mich in alle Lieder reingehört habe? Oder ist die deutsche Produktion einfach lahm? Werde wohl noch mal in die deutsche Aufnahme reinhören.
Zunächst würde ich also nur empfehlen auf Spotify mal die Broadway-Aufnahme anzumachen, wenn ihr Musicals mögt. Eine 110+€ -Empfehlung kann ich noch nicht aussprechen.

Immer wenn ich nachmittags Zuhause bin kann ich den Specht, oder was das ist, beobachten, wie er sich eine Höhle in das Dämmmaterial des gegenüberliegenden Hauses baut. Sicher schön warm!


Seit Jahren habe ich das unrationale Verlangen irgendwann mal alle Kassenbons, die ich in den Jahren gesammelt habe zu digitalisieren und per OCR auswertbar zu machen. In welchem Monat kaufte ich besonders viel Klopapier? Wie haben sich die Preise entwickelt?
Irgendwann machte ich schonmal einen versuch mit Tesseract, der führenden Open Source OCR-Lösung, aber wie wir wissen muss man da viel rumtüfteln um die Ergebnisse gut zu bekommen. Darauf hatte ich natürlich keine Lust. In Anbetracht der Tatsache, dass der Nutzen meiner Kassenbonstatistik wahrscheinlich gegen null konvergiert, ist jede darauf verschwendete Minute wahrscheinlich auch ziemlich... verschwendet.
Im Büro beschäftigen wir uns auch gerade etwas mit OCR und da probierte ich letztens mal Googles Cloud Vision API aus und sah ganz gute Ergebnisse für unseren Einsatzzweck — also fotografierte ich heute mal einen Kassenbon und lud ihn hoch.

Insgesamt war die Erkennung schon ganz gut, nur leider hasst er anscheinend die Zahl 1. Das ist natürlich schade. Ich versuchte kurz das Bild etwas zu optimieren, durch Kontrastanpassungen und so, aber das brachte auch alles nichts. Ich verschiebe dieses Projekt also wieder für ein paar Jahre in die Zukunft.
(War ein Spontan-Einkauf, daher die Tragetaschen.)
In der letzten Zeit komme ich ja immer mehr davon ab, selber herumzufrickeln und gehe mehr in die Richtung Geld auszugeben um kostbare Zeit zu sparen. Jahre lang warte ich nun schon darauf, dass jemand vernünftig funktionierende Funksteckdosen auf den Markt bringt, die kein halbes Vermögen kosten.
Vor ein oder zwei Jahren testete ich mal den WeMo Switch von Belkin. Der verlor aber nach kurzer Zeit die WLAN-Verbindung — für 45€ hätte ich da etwas mehr erwartet.Dieser kleine Rückschlag sorgte dafür, dass ich erstmal nichts mehr ausprobierte.
Sprung ins Jahr 2016. HomeKit ist in aller Munde, Freunde probieren es aus und sind halbwegs zufrieden. Eins hat sich jedoch nicht geändert: Es gibt nur ein paar Produkte, die wenigsten davon sprechen HomeKit — und die, die es können sind sau teuer. (Eigentlich um die 60€, bei Amazon gerade über 100€???)
Eigentlich hatte ich mich schon wieder fast vom Traum eines Smart Home verabschiedet — weil eigentlich ist es ja auch Quatsch, die drei Lampen hier kann man ja auch manuell einschalten. Bei meiner monatlichen Recherche, ob es auf meinem Lieblingsblog wirres.net etwas neues gibt (keine Ahnung, warum ich den Blog nicht im RSS-Reader habe), stieß ich allerdings auf eine Artikelreihe, in der Felix davon berichtet, wie er sich sein Smart Home selber zusammenfrickelt — unter anderem, in dem er billige Funksteckdosen in HomeKit integriert.
Da war mein Bastlerherz direkt nochmal geweckt. Ich klickte mich durch das verlinkte Tutorial, kaufte ein paar Komponenten (Links unten) und nach einigen Tagen (Kram aus China, …) konnte ich loslegen. Ich hatte mir vorgenommen möglichst wenig Zeit zu verschwenden. Wenn ich jetzt 10 Stunden damit zubringe, das zum Laufen zu bekommen, könnte ich mir auch einfach ein paar Elgato-Schalter kaufen. Gesagt getan — und nach den ersten 30 Minuten rumprobieren gab ich erstmal auf.
Da ich beim bestellen etwas unvorsichtig war und einfach die ersten Funksteckdosen kaufte, die mir in die Finger kamen, waren meine ersten Bastelversuche nicht von Erfolg gekrönt. Diese modernen Dinger sind nämlich selbstlernend und ja, es gibt irgendwelche Libraries, mit denen man die Codes dann herausfinden kann, aber das hat alles nicht funktioniert.
Nachdem ich kurz davor war alles wieder einzupacken, entschied ich mich dazu, der Sache noch eine zweite Chance zu geben. Da ich auf Amazon keine Steckdosen fand, bei denen ich sicher sein konnte, dass sie nicht selbstlernend sind begab ich mich zu meinem Lieblingsversender für Elektronikschrott - Pollin.de
Dort fand ich dieses formschöne 3er-Set für 12,95€ — dem Produktvideo konnte ich entnehmen, dass es sich hier um Steckdosen mit DIP-Schaltern handelt, da kann man den Code einfach einstellen. Perfekt!
Als die neuen Dosen da waren, setzte ich mich nochmal hin und probierte es aus. Es funktionierte! Die Reichweite war nur leider sehr sehr gering. Aus irgendeinem Grund dachte ich, der 433MHz-Sender würde direkt eine passende Antenne enthalten, dem war aber nicht so. Also schnitt ich mir einen 17,3cm langen Draht zurecht und steckte ihn in das dafür vorgesehene Loch und, schwupps, die Reichweite war besser. Immer noch nicht perfekt, aber es gibt wohl noch ein paar Dinge, wie man das Antennendesign verbessern ann.
Im Nachhinein vermute ich nun, dass diese ganzen Sachen, die ich mit den selbstlernenden Dosen versuchte wahrscheinlich nicht klappten, weil ich damals nicht auf die Idee mit der Antenne kam. Da nun aber alles funktioniert, habe ich aber auch gar keine Lust mehr dem auf den Grund zu gehen.
Danach musste ich natürlich noch meinen Raspberry Pi finden, Homebridge installieren und ein paar Einstellungen vornehmen, aber das ist alles relativ gut im Internet beschrieben, das machte keine größeren Probleme. Immerhin gibt’s bei Software meistens Errorlogs — wenn man sich fragt, warum der 433MHz-Sender nichts sendet kann es leider an tausend Sachen liegen und die Fehlersuche ist kein einfaches tail /var/log/homebridge.log.
Alles in allem also ein gelungenes Bastelprojekt mit überschaubarem Zeitaufwand. Danke an das Internet, dass man, was so Arduino-Kram angeht, kaum noch was selber machen muss und sich einfach alles copy-pasten kann. Außerdem danke an Felix, dass er mir das Thema wieder in den Kopf gesetzt hat. Inspiration für die nächsten Projekte hat er auf jeden Fall noch genug im Blog.
Hier noch eine Liste der Teile, die ich kaufte:
(Natürlich braucht man noch ein bisschen Kleinkram, ein paar Kabel um alles zu verdrahten, ein 5V-Netzteil, aber sowas hat man ja im Haus)
Seit Monaten befindet sich dieses Rezept in einem meiner Pinterest-Boards. Visuell sah das sehr lecker aus. Weil ich es an und für sich ganz spannend finde am eigenen Leib zu erfahren, wie man aus simplen Bestandteilen und etwas Handarbeit fertige Produkte herstellen kann, dachte ich, ich probier das Rezept mal aus. (Also nur die Brötchen, weil für den Rest braucht man ja keine Anleitung)

Resultat: Eine große Menge Brötchen. (Wurden viele kleine, da mir die 8 Portionen, die ich zuerst aufteilte zu groß aussahen und ich sie noch einmal teilte.) Sie schmecken tatsächlich kartoffelig, aber ich weiß nicht, ob das für ein Burgerbrötchen perfekt ist. War nicht schlecht, aber auch nicht der Burner. Beim nächsten Mal vielleicht ein anderes Rezept.
Spoilerwarnung
Eher zufällig bemerkte ich diesmal, dass die zweite Staffel von Narcos verfügbar ist. Nachdem ich die erste ja schon sehr gut fand (auch wenn ich damals wohl keine Sterne vergab) ließ ich natürlich sofort alles stehen und liegen und schaute rein.
Die Geschichte geht direkt dort weiter, wo sie in der letzten Staffel aufhörte, die Zeit vergeht diesmal aber doch wesentlich langsamer, da sich alles ziemlich auf die letzten… Monate in Pablos Karriere fokussiert.
Insgesamt hat sich nicht viel von der Erzählweise und so geändert. Pablo guckt immer noch fürchterlich traurig und er zieht so oft demonstrativ die Hose hoch, dass ich jedes mal, wenn ich das gleiche tue daran denken muss, und mich frage, ob Pablo Escobar wirklich so oft seine Hose hochgezogen hat.
Naja. Die ersten 3 Folgen sind super, 4–7 sind irgendwie etwas langweilig, weil alles so etwas umherdümpelt, die letzten sind dann wieder richtig gut. Insgesamt dadurch leider nicht so ein Überflieger wie die erste Staffel, aber doch sehr sehenswert.
Noch zwei Sachen:
a) Natürlich mal wieder spannend, wie die Serie es schafft, dass man Pablo am Ende so richtig mag und fast sympathisch findet. Er ist ja nur ein armer dicker Junge, der seine Familie beschützen will. Sobald einem dann wieder einfällt, dass das eine wahre Geschichte ist und er für einige Morde verantwortlich ist, lässt das aber auch wieder nach.
b) Es wird ja zwei neue Staffeln geben. Da ich Peña und Murphy beide nicht mag und Pablo meine einzige Bezugsperson war, bin ich gespannt, ob sie mich catchen werden. Wir werden es sehen!