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Hallo. Ich bins! Philipp!

Specht

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Immer wenn ich nachmittags Zuhause bin kann ich den Specht, oder was das ist, beobachten, wie er sich eine Höhle in das Dämmmaterial des gegenüberliegenden Hauses baut. Sicher schön warm!

Kassenbon OCR

Seit Jahren habe ich das unrationale Verlangen irgendwann mal alle Kassenbons, die ich in den Jahren gesammelt habe zu digitalisieren und per OCR auswertbar zu machen. In welchem Monat kaufte ich besonders viel Klopapier? Wie haben sich die Preise entwickelt?

Irgendwann machte ich schonmal einen versuch mit Tesseract, der führenden Open Source OCR-Lösung, aber wie wir wissen muss man da viel rumtüfteln um die Ergebnisse gut zu bekommen. Darauf hatte ich natürlich keine Lust. In Anbetracht der Tatsache, dass der Nutzen meiner Kassenbonstatistik wahrscheinlich gegen null konvergiert, ist jede darauf verschwendete Minute wahrscheinlich auch ziemlich... verschwendet.

Im Büro beschäftigen wir uns auch gerade etwas mit OCR und da probierte ich letztens mal Googles Cloud Vision API aus und sah ganz gute Ergebnisse für unseren Einsatzzweck — also fotografierte ich heute mal einen Kassenbon und lud ihn hoch.

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Insgesamt war die Erkennung schon ganz gut, nur leider hasst er anscheinend die Zahl 1. Das ist natürlich schade. Ich versuchte kurz das Bild etwas zu optimieren, durch Kontrastanpassungen und so, aber das brachte auch alles nichts. Ich verschiebe dieses Projekt also wieder für ein paar Jahre in die Zukunft.

(War ein Spontan-Einkauf, daher die Tragetaschen.)

DIY Homekit

In der letzten Zeit komme ich ja immer mehr davon ab, selber herumzufrickeln und gehe mehr in die Richtung Geld auszugeben um kostbare Zeit zu sparen. Jahre lang warte ich nun schon darauf, dass jemand vernünftig funktionierende Funksteckdosen auf den Markt bringt, die kein halbes Vermögen kosten.

Vor ein oder zwei Jahren testete ich mal den WeMo Switch von Belkin. Der verlor aber nach kurzer Zeit die WLAN-Verbindung — für 45€ hätte ich da etwas mehr erwartet.Dieser kleine Rückschlag sorgte dafür, dass ich erstmal nichts mehr ausprobierte.

Sprung ins Jahr 2016. HomeKit ist in aller Munde, Freunde probieren es aus und sind halbwegs zufrieden. Eins hat sich jedoch nicht geändert: Es gibt nur ein paar Produkte, die wenigsten davon sprechen HomeKit — und die, die es können sind sau teuer. (Eigentlich um die 60€, bei Amazon gerade über 100€???)

Eigentlich hatte ich mich schon wieder fast vom Traum eines Smart Home verabschiedet — weil eigentlich ist es ja auch Quatsch, die drei Lampen hier kann man ja auch manuell einschalten. Bei meiner monatlichen Recherche, ob es auf meinem Lieblingsblog wirres.net etwas neues gibt (keine Ahnung, warum ich den Blog nicht im RSS-Reader habe), stieß ich allerdings auf eine Artikelreihe, in der Felix davon berichtet, wie er sich sein Smart Home selber zusammenfrickelt — unter anderem, in dem er billige Funksteckdosen in HomeKit integriert.

Da war mein Bastlerherz direkt nochmal geweckt. Ich klickte mich durch das verlinkte Tutorial, kaufte ein paar Komponenten (Links unten) und nach einigen Tagen (Kram aus China, …) konnte ich loslegen. Ich hatte mir vorgenommen möglichst wenig Zeit zu verschwenden. Wenn ich jetzt 10 Stunden damit zubringe, das zum Laufen zu bekommen, könnte ich mir auch einfach ein paar Elgato-Schalter kaufen. Gesagt getan — und nach den ersten 30 Minuten rumprobieren gab ich erstmal auf.

Da ich beim bestellen etwas unvorsichtig war und einfach die ersten Funksteckdosen kaufte, die mir in die Finger kamen, waren meine ersten Bastelversuche nicht von Erfolg gekrönt. Diese modernen Dinger sind nämlich selbstlernend und ja, es gibt irgendwelche Libraries, mit denen man die Codes dann herausfinden kann, aber das hat alles nicht funktioniert.

Nachdem ich kurz davor war alles wieder einzupacken, entschied ich mich dazu, der Sache noch eine zweite Chance zu geben. Da ich auf Amazon keine Steckdosen fand, bei denen ich sicher sein konnte, dass sie nicht selbstlernend sind begab ich mich zu meinem Lieblingsversender für Elektronikschrott - Pollin.de

Dort fand ich dieses formschöne 3er-Set für 12,95€ — dem Produktvideo konnte ich entnehmen, dass es sich hier um Steckdosen mit DIP-Schaltern handelt, da kann man den Code einfach einstellen. Perfekt!

Als die neuen Dosen da waren, setzte ich mich nochmal hin und probierte es aus. Es funktionierte! Die Reichweite war nur leider sehr sehr gering. Aus irgendeinem Grund dachte ich, der 433MHz-Sender würde direkt eine passende Antenne enthalten, dem war aber nicht so. Also schnitt ich mir einen 17,3cm langen Draht zurecht und steckte ihn in das dafür vorgesehene Loch und, schwupps, die Reichweite war besser. Immer noch nicht perfekt, aber es gibt wohl noch ein paar Dinge, wie man das Antennendesign verbessern ann.

Im Nachhinein vermute ich nun, dass diese ganzen Sachen, die ich mit den selbstlernenden Dosen versuchte wahrscheinlich nicht klappten, weil ich damals nicht auf die Idee mit der Antenne kam. Da nun aber alles funktioniert, habe ich aber auch gar keine Lust mehr dem auf den Grund zu gehen.

Danach musste ich natürlich noch meinen Raspberry Pi finden, Homebridge installieren und ein paar Einstellungen vornehmen, aber das ist alles relativ gut im Internet beschrieben, das machte keine größeren Probleme. Immerhin gibt’s bei Software meistens Errorlogs — wenn man sich fragt, warum der 433MHz-Sender nichts sendet kann es leider an tausend Sachen liegen und die Fehlersuche ist kein einfaches tail /var/log/homebridge.log.

Alles in allem also ein gelungenes Bastelprojekt mit überschaubarem Zeitaufwand. Danke an das Internet, dass man, was so Arduino-Kram angeht, kaum noch was selber machen muss und sich einfach alles copy-pasten kann. Außerdem danke an Felix, dass er mir das Thema wieder in den Kopf gesetzt hat. Inspiration für die nächsten Projekte hat er auf jeden Fall noch genug im Blog.

Hier noch eine Liste der Teile, die ich kaufte:

(Natürlich braucht man noch ein bisschen Kleinkram, ein paar Kabel um alles zu verdrahten, ein 5V-Netzteil, aber sowas hat man ja im Haus)

Hamburger-Brötchen #homemade #cleaneating

Seit Monaten befindet sich dieses Rezept in einem meiner Pinterest-Boards. Visuell sah das sehr lecker aus. Weil ich es an und für sich ganz spannend finde am eigenen Leib zu erfahren, wie man aus simplen Bestandteilen und etwas Handarbeit fertige Produkte herstellen kann, dachte ich, ich probier das Rezept mal aus. (Also nur die Brötchen, weil für den Rest braucht man ja keine Anleitung)

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Resultat: Eine große Menge Brötchen. (Wurden viele kleine, da mir die 8 Portionen, die ich zuerst aufteilte zu groß aussahen und ich sie noch einmal teilte.) Sie schmecken tatsächlich kartoffelig, aber ich weiß nicht, ob das für ein Burgerbrötchen perfekt ist. War nicht schlecht, aber auch nicht der Burner. Beim nächsten Mal vielleicht ein anderes Rezept.

Spoilerwarnung

Eher zufällig bemerkte ich diesmal, dass die zweite Staffel von Narcos verfügbar ist. Nachdem ich die erste ja schon sehr gut fand (auch wenn ich damals wohl keine Sterne vergab) ließ ich natürlich sofort alles stehen und liegen und schaute rein.

Die Geschichte geht direkt dort weiter, wo sie in der letzten Staffel aufhörte, die Zeit vergeht diesmal aber doch wesentlich langsamer, da sich alles ziemlich auf die letzten… Monate in Pablos Karriere fokussiert.

Insgesamt hat sich nicht viel von der Erzählweise und so geändert. Pablo guckt immer noch fürchterlich traurig und er zieht so oft demonstrativ die Hose hoch, dass ich jedes mal, wenn ich das gleiche tue daran denken muss, und mich frage, ob Pablo Escobar wirklich so oft seine Hose hochgezogen hat.

Naja. Die ersten 3 Folgen sind super, 4–7 sind irgendwie etwas langweilig, weil alles so etwas umherdümpelt, die letzten sind dann wieder richtig gut. Insgesamt dadurch leider nicht so ein Überflieger wie die erste Staffel, aber doch sehr sehenswert.

Noch zwei Sachen:

a) Natürlich mal wieder spannend, wie die Serie es schafft, dass man Pablo am Ende so richtig mag und fast sympathisch findet. Er ist ja nur ein armer dicker Junge, der seine Familie beschützen will. Sobald einem dann wieder einfällt, dass das eine wahre Geschichte ist und er für einige Morde verantwortlich ist, lässt das aber auch wieder nach.

b) Es wird ja zwei neue Staffeln geben. Da ich Peña und Murphy beide nicht mag und Pablo meine einzige Bezugsperson war, bin ich gespannt, ob sie mich catchen werden. Wir werden es sehen!

Hamburg, Herbst

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Das iPhone kann ja jetzt auch DNGs speichern. Vorteil: Keine JPEG-Artefakte und die Fotos sind nicht mehr so matschig, da die Rauschreduzierung weg gelassen wird.

Das war's dann aber auch schon -- statt mit der schnell zu erreichenden App muss man alles mit einer Third-Party-App machen, man muss erstmal eine App finden mit der man die RAWs auch bearbeiten kann (Snapseed oder Lightroom) und naja, alles ziemlich anstrengend. Außer den beiden Vorteilen gewinnt man gefühlt leider nichts, viel rausholen kann man auch aus den RAWs nicht, denn da ist einfach nicht so der Dynamikumfang in den Dateien. Außerdem sieht man auch, warum die Fotos nach Rauschreduzierung so endlos matschen -- der winzige Sensor rauscht einfach ultra. Selbst bei Sonne.

Naja, egal, ich denke ich werde weiter JPGs machen, und hoffe, dass die eingebaute Kamera-App irgendwann einfach eine RAW-Option mitbringt, für die 1-2 Fotos, wo ich vielleicht mal froh bin die DNG zu haben.

Musikupdate (4)

Wow, das klappt ja echt gut, das regelmäßig zu machen. Naja. Immerhin sind wir schon beim Vierten und haben natürlich mal wieder sehr viel zu besprechen, da viel Zeit vergangen ist.

Frau Potz. Natürlich kein großer Geheimtipp und auch nichts neues, aber mir ist, als ich letztens mal wieder Adam Angst hörte, eingefallen, dass das ja die alte Band vom Frontmann ist und die Musik echt super ist, wenn man mal jemanden schreien hören möchte.

Etwa in die gleiche Richtung geht KMPFSPRT, von denen ich vorher nichts hörte, aber im Mai oder so brachten sie ein neues Album Namens “Intervention” raus und das geht schon ordentlich ab. Schön für so einen warmen Sommerabend, an dem man entspannend in der Hängematte liegt.

Die größte und beste Entdeckung, die ich in den Monaten seit dem letzten Musik-Update machte war allerdings wohl Von Wegen Lisbeth. Keine Ahnung, wie man diese Musik nennt, aber ich habe großen Spaß an ihrem ersten Album, “Grande”.

Nun ein kurzer Abstecher in Länder, in denen man nicht auf deutsch singt. Direkt drei Spotify Sessions-Alben, die mir gefallen haben. Das erste von Maren Morris, das zweite von Tom Odell und das dritte von Michael Kiwanuka. Letzteren sah ich bei Inas Nacht, googelte ihn dann bei Spotify und freundete mich sehr mit seiner Diskografie an.

Ebenfalls nicht deutsch ist natürlich Zaz, von der ich eigentlich nur ein Lied so richtig kenne, nämlich, das was jeder so kennt. Jedenfalls bemerkte ich, dass sie ein neues Live-Album hat und hörte mal rein und das ganze Ding überzeugt mit Lebens- und Spielfreude und macht viel Spaß, auch wenn man nichtmal ansatzweise irgendetwas versteht.

“Meisterschmied” von Dame ist ausnahmsweise mal ein Song in der Playlist, der nicht unbedingt für den gesamten Interpreten steht. Fand das Lied in der Discover Weekly und finde den Flow irgendwie sehr gut. Hab mir aber sonst nichts angehört.

Faber fand ich auch in der Discover Weekly und war damals schon sehr angetan. Vor kurzem erwähnte Flo dann nochmal, dass er auf dem Dockville war, ich hörte nochmal rein und bin wieder ganz entzückt! Sehr gut!

Last but not least darf natürlich das neue Funny Van Dannen-Album nicht fehlen. Zwar kann ich so lustige Texte-Musik nicht unbegrenzt lang hören, aber der Content ist ja noch fresh und top, wie immer.

Natürlich muss man auch noch ein paar Alben erwähnen, die aber nicht so knorke sind. Ahnma war zwar toll, der Rest vom Beginner-Album konnte mich aber nicht überzeugen. Zwar ist der letzte 43-Minuten-Track auf der CD noch relativ gut, aber mein Musik-Workflow verträgt sich nicht mit 43-minütigen Tracks. Das neue Album von Reinhard Mey (wow, was für 1 Themenwechsel) war auch okay aber die Studioalben find ich ja immer blöd. Aber da kommt ja dann bald das Live-Album!

Achso, zum aktuellen Zeitpunkt bin ich ganz tief in einer Kettcar und Tomte-Phase, daher auch noch zwei Lieder von den beiden mit in die Playlist!

Playlist auf Spotify!

Sunsetting Gifstream

Aufmerksame Leser des Blogs wissen wahrscheinlich, dass ich vor drei Jahren eine App mit dem Namen Gifstream launchte. Ein paar Wochen später gab es sogar noch einmal ein Update.

Wie das immer so ist mit Sachen, die man baut, weil man denkt, es wäre eine ganz lustige Idee, ist der Spaß an der Sache oft schneller vorbei als man erwartet hat. Natürlich schickten Max und ich uns am Anfang oft ein paar Gifs hin und her und ich verbrachte sicherlich einige Zeit damit über Gifs zu lachen, die mir angezeigt wurden — irgendwann war die Zeit der Gifs aber vorbei und die App wurde nicht mehr gebraucht.

Sie war natürlich etwas benutzerunfreundlich mit den komischen JSONs die man erstellen und hochladen musste, wer will das schon machen. Also, es war auch nie meine Intention mit dieser Quatsch-App einen Erfolg zu verzeichnen — das war aber gleichzeitig auch der Todesstoß. Warum sollte ich an einer App weiterarbeiten, die eh nur Quatsch ist und die ich auch nicht mehr brauche.

Als iOS 9 rauskam investierte ich ein paar Stunden, versuchte alles mit Auto Layout und fancy neuen Sachen umzubauen, oder dachte daran, eine Apple TV-App zu bauen. Ich überlegte, es in eine Art Gif-Sammel-App umzufunktionieren, in der man selber “Streams” erstellen kann um sie dann mit Freunden zu teilen. Nach kurzer Zeit war mir aber klar, dass das alles Quatsch ist und ich da nicht weiter Zeit versenken sollte.

Gestern kam mal wieder die Nachricht, dass die Domain gifstream.in bald expired und diesmal werde ich sie nicht verlängern und die App auch aus dem App Store nehmen, denn mittlerweile sieht sie echt nicht mehr gut aus und ich kenne auch keinen Gifstream mehr, der irgendwo gehosted wird.

Bye bye!

(Nun könnte man sich fragen, warum ich darüber überhaupt nachdenke und diesen Blogpost verfasse. Meistens ist Gifstream in meinen Gedanken auch nicht präsent, aber manchmal denkt man ja schon über “offene” Projekte nach und die Mail vom Registrar der Domain gab auch noch mal einen Anstoß, zu überlegen, was ich damit machen soll.)

Eine Serie, die in meinem Freundeskreis so sehr gehyped wird konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn ich vorher schon etwas Bedenken hatte, weil ich Stranger This für eine Horror-Serie hielt.

Spoilerwarnung

Reviews müssen ja immer mit einer kurzen Inhaltsangabe starten, das habe ich im Deutschunterricht so gelernt. Bei Stranger Things kommt ein Kind abhanden, kurz darauf taucht ein weiteres Kind auf, natürlich gibt es eine geheime Organisation mit Männern in Anzügen, die selbstverständlich mit dem CIA verbandelt ist und zu guter letzt gibt es ein Monster, dass ab und zu auftaucht. Die drei Fragezeichen und ein besoffener Polizist versuchen nun mit Hilfe der geheimen Kräfte des aufgetauchten Kindes das verschwundene Kind zu finden.

Fangen wir vielleicht mal mit den Dingen an, die ich wirklich gut fand, und an denen es auch nichts zu rütteln gibt.

Zu allererst möchte ich die Schauspieler loben, alle miteinander. Vor allem die Kinder waren alle unglaublich gut, keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal in einer Serie einen so gut abgestimmten Kinder-Cast sah.

Des Weiteren war die Musik tippi toppi. Das Haupttheme wird mir sicher noch etwas im Kopf bleiben und auch die restlichen 80er Jahre-Songs die so liefen waren gut gewählt. Es gibt sogar eine Spotify-Playlist dazu! Ein Soundtrack, in dem Africa von Toto vorkommt, kann ja auch gar nicht schlecht sein.

Von diesen beiden Highlights abgesehen war vieles andere natürlich auch toll. Wenn nicht gerade ein sehr schlecht gerendertes Monster im Bild war sah alles toll aus und allgemein kann man der Serie sicherlich technisch keinen Vorwurf machen.

(Außerdem gibt es wohl recht viele Referenzen zu alten Filmen/Serien, etc, davon habe ich nichts erkannt, weil ich echt der schlechteste Referenzen-Erkenner bin, aber ich erkenne an, dass sie da waren und sobald ich mal ein “Alle Referenzen in Stranger Things erklärt”-Video auf Youtube gesehen habe, freue ich mich sicher auch noch einmal darüber!)

Aber,

Ja, jetzt beginnt der etwas negativere Teil!

Es hat mich einfach nicht richtig gehooked. Jetzt könnte man sich fragen, warum ich es trotzdem fertig geschaut habe, und ich werde antworten “Weil ich sonst nichts zu tun hatte und es nur acht Folgen waren und es war ja auch nicht super schlimm”.

Ich glaube, es lag vor allem an folgenden Punkten, für die die Serie nur teilweise etwas kann:

1) Mich nervt das Amerika-In-den–80ern-Setting. In letzter Zeit habe ich einfach zu viel davon gesehen. Fargo, 11–22–63 (ja, das waren, obviously, die Sechziger…)

2) Ich finde so Horror-Monster-Geschichten nicht so interessant. Ja, soviel Monster war auch gar nicht, aber dafür eine andere Sache, nämlich eine andere Dimension, die auf obskure Arten besucht werden kann. Find ich auch nicht so geil, ich bin irgendwie eher der Zeitreisentyp.

3) Die Geschichte war an mir an vielen Stellen zu vorhersehbar… bzw. zu gradlinig. Vielleicht ist das aber ein Nebenprodukt des Bingewatchens. Alles verschwimmt so zu einer langen Masse, vielleicht habe ich den ein oder anderen Story-Twist ja komplett vergessen. Kann mich insgesamt aber nicht an viele Momente erinnern, die total unerwartet kamen.

4) Teilweise war es mir zu… cheesy. Vor allem in den letzten beiden Folgen. Wie Nancy und Jonathan sich da Waffen zusammen-MacGyvern um das Monster zu fangen. Oder die Drei Fragezeichen, die immer ihren supernetten Lehrer irgendwas obskures Fragen und am Ende mitten in der Schule einen kleinen Floating-Pool aufbauen, hä. Sind wir hier in einer Folge Buffy? (Lustigerweise fand ich sowas bei Buffy völlig in Ordnung. Stranger Things habe ich irgendwie ernster eingeschätzt)

5) Ebenfalls eventuell durchs Bingewatchen: Vom Gefühl her hätte die gesamte Story auch in einen 2-stündigen Kinofilm gepasst, ohne, dass man groß etwas hätte weglassen müssen.

6) Nachdem die Serie vorbei war hatte ich zwar ein paar offene Fragen (Warum findet Barbara keinerlei Erwähnung mehr? Wer kürzt bitte Barbara mit “Barb” ab? Warum ist Nancy am Ende immer noch mit dieser Schmalzlocke Steven zusammen, statt mit Jonathan? Immerhin haben sie zusammen das Monster fast erledigt!), aber eigentlich kein Interesse daran YouTube aufzuschlagen und Interpretations und Fragenklärungs-Videos zu schauen. Auch bin ich wenig gehyped auf eine eventuelle zweite Staffel. Diese andere Dimension ist mir ziemlich egal.

Stranger Things fühlte sich für mich an wie eine Mischung aus… Buffy (Monster und Teeny-Drama zwischendurch), einer Episode der Drei Fragezeichen (die drei Jungs sind soo cool!) und Fargo an. Das klingt ja erstmal gar nicht schlecht, denn ich mag die drei Sachen gerne, umgesetzt konnte es mich aber nicht restlos begeistern.