Bürokomplex

Sieht irgendwie nicht so aus, als hätte man in diesem Gebäude viel Abwechslung, wenn man die Zimmer wechselt.
Der privateste Blog von Philipp.

Sieht irgendwie nicht so aus, als hätte man in diesem Gebäude viel Abwechslung, wenn man die Zimmer wechselt.
Dies ist der zweite Post meiner großen Reihe zum Thema "Londonurlaub 2012 - Ein Spaß mit Eichhörnchen, Tauben und der Queen".
Als ich meinen Urlaub vor einigen Tagen ankündigte ereilten mich kurz darauf sehnsüchtige Hilfeschreie nach Brot. Vollkornbrot! Leonie und Kika, die beide gerade für ein Jahr in London sind, beklagten sich über die allgemein schlechte Versorgungslage was Vollkornbrot angeht und baten mich ihnen etwas mitzubringen. Weil ich sooo nett bin packte ich neben Klamotten, Macbook und Kamera also auch ein Kilo feinstes deutsches Vollkornbrot in meinen Rucksack.
Am Freitag Abend machte ich also noch schnell einen Treffpunkt mit Leonie aus um den Brotaustausch durchzuführen. Samstag, 10:30, Tube-Station Charing Cross.

Natürlich verschlief ich etwas, beeilte mich aber zur Tube und kam dann doch noch recht pünktlich an. Nicht so Leonie und Kika, aber das erwähne ich besser mal nicht. Naja. Nachdem ich ein paar Minuten lang Touristen aus aller Welt dabei beobachten konnte, wie sie sich am Trafalger Square aufstellten und sich fotografieren ließen, kamen auch endlich Kika und Leonie und ich wurde das Kilo Brot los.
(Während der 30 Minuten Wartezeit habe ich mindestens 3-4 Leuten geholfen, die nach dem Weg fragten und bestimmt 5 Fotos von irgendwem vor der National Gallery machen müssen.)


Gemeinsam liefen wir noch etwas in Richtung Piccadilly Circus und ich kam in den Genuss einen Primark zu besuchen. Ein Traum für jeden Fashionblogger! Schätze ich. Äh, ja. Weiter.
Wir entschieden uns nach Camden zu fahren, das stand ja sowieso auf meiner Todo-Liste. Anscheinend waren wir allerdings nicht die einzigen Menschen, die diesen Plan gefasst hatten. Alter, war da viel los!
(Wir fuhren mit dem Bus, das war ziemlich gut, da es meine erste Fahrt mit so einem Doppeldecker-Bus war. Woohoo!)
Menschen, Menschen, Menschen, Tattoo-Läden, Tattoo-Entfernungsläden, Menschen und noch mehr Menschen. Links und rechts von den Menschen waren viele Läden und Stände mit Essen (PLEASE TRY THIS!! VERY TASTY!!) und Kram. Ich bin mir sicher dass einzelne Läden hier mehr Krimskrams hatten als ganze Flohmärkte in Deutschland.


Während wir uns also durch Menschenmassen quetschten versuchte ich zu verstehen, warum, wieso und weshalb man in einem dieser Läden überhaupt irgendetwas kaufen sollte und wie die Läden wohl überleben könnten, wenn jeder darüber nachdenken würde. Glücklicherweise denken die meisten Menschen wohl eher so "Oh, guck mal, da glitzert was ^_^".
Insgesamt war das also alles ganz interessant anzusehen, aber auch etwas anstrengend. Mit etwas warmen Essen bewaffnet setzten wir uns in einen Park um etwas Abstand zu gewinnen.
(Also ich hatte hatte nur ein Twix, welches ich mir einige Stunden vorher kaufte, weil ich mich nicht dazu durchringen konnte an einem der Stände, an dem pro Minute ca. 200 Menschen vorbei gehen, etwas zu kaufen. Auch wenn da große "hygiene rating 4/5 stars"-Aufkleber drauf waren.)
(Diese Schilder brachten mich den Rest des Tages zum Denken, warum sie nur vier von fünf erreichten und wieso man in einem Laden, der wohl ganz klar Hygiene-Mängel hat, etwas zu Essen kaufen sollte.)
Allerdings war das Wetter ziemlich schön, das soll nicht unerwähnt bleiben. Den ganzen Samstag über hat es keinen Tropfen geregnet! Eine echte Seltenheit in London, habe ich mir sagen lassen.


Nach den ganzen lustigen Shops in Camden fuhren wir nach South Kensington zum Harrods. Das war natürlich ein ordentliches Kontrastprogramm. Der Wikipedia-Seite kann man folgendes entnehmen:
Auch wenn das Kaufhaus zu den teuersten Einkaufsmöglichkeiten in London gehört, steht es allen Menschen offen. Voraussetzung dazu ist allerdings ein angemessenes äußeres Erscheinungsbild, so dass etwa Träger von Rucksäcken vom Sicherheitspersonal darauf hingewiesen werden, dass sie diese in der Hand und keinesfalls auf dem Rücken zu tragen haben.
Hui. Und ich dachte, dass mit den Rucksäcken wäre eine Sicherheitsmaßnahme gegen Pickpockets! Jedenfalls war dort alles ziemlich... exklusiv und schick. Hier hätte man wahrscheinlich schön Geld versenken können, zum Beispiel für ein paar exklusive Namenschilderhaltersilberfrösche für über einhundert Pfund. Ich begnügte mich mit etwas Tee, den ein Blogleser bestellt hatte (Schicke das Päckchen bald ab!) und verließ das Geschäft mit einem guten Gewissen, viel Geld gespart zu haben.
Kurz nachdem wir Harrods verlassen hatten geschah es. Ich ging so herum, linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, Autsch. Wahrscheinlich lief ich falsch, trat schräg auf oder sonstwas. Auf jeden Fall hatte ich seit dem Schmerzen im linken Knie, bei jedem Schritt. Vor allem wenn es Treppen nach unten ging.
(Mittlerweile ist wieder alles okay, keine Sorge.)
Nachdem wir zurück am Piccadilly waren verabschiedeten wir uns kurz und ich und mein Knie waren wieder auf uns alleine gestellt. Auf meiner Liste stand noch "Soho" und das war auch gerade in der Nähe. Ich ging also schön quer durch die Straßen zum Soho-Square und arbeitete mich von dort Richtung Süden vor. Durchaus interessant anzusehen.
Selbstverständlich bekam ich irgendwann Hunger, außer einem Twix hatte ich noch nichts gegessen und mittlerweile war es 18 Uhr, oder so. Also machte ich mich auf um das Tokyo Diner zu finden. Auf dem Weg kam ich an einer Forbidden Planet-Filiale vorbei, in der ich mich einige Zeit aufhielt, denn dort gab es allerhand Nerd-Kram. Mangas, Comics, Figuren, Game-Zeug. Ich entschied mich allerdings dagegen irgendetwas zu kaufen, da mein Platz für Einkäufe im Rucksack eh nur dem Volumen des Kilos Vollkornbrot entsprach.

Nach gefühlten siebenunddreißig Kilometern (in Wirklichkeit etwa 800m) und ein paar Umwegen (verdammte nicht nach Norden zeigende Karten) erreichte ich auch mein Ziel. Mitten in Chinatown war Londons bestes japanisches Restaurant (den Touristenrankings nach zu urteilen). Leider ist der Laden kein wirklicher Geheimtipp und war richtig schön voll. Schade.
Ich hatte so langsam keine Lust mehr, wollte mein Bein noch etwas schonen und fuhr daher zum Hotel. Zum Essen gab es nur zwei abgepackte Sandwiches vom Tesco, die auch nicht schlechter waren als die von Pret a Manger vom Tag zuvor.
Mein Abendprogramm bestand aus ein wenig Planung für Sonntag und der XL-Version der QI-Folge vom Vortag. Bevor ich schlafen ging kreuzte ich noch alles mögliche in der Frühstück-Aufs-Zimmer-Bestellung für den nächsten morgen an und hoffte, dass es meinem Bein am nächsten Morgen besser gehen wird.
Hier noch die Karte vom Samstag, leider ziemlich upgefucked wegen dem vielen Tube-Gefahre:

So, dass war Tag zwei. Der Rest wird wohl in einem dritten und letzten Teil dieser Blogserie verarbeitet werden. Schaltet daher wieder ein, wenn wir klären, wie das schweineteure Frühstück schmeckte, ob mein Bein am Sonntag weniger weh tat und wieviel Zeit man wohl in einem "Cool Britannia"-Laden verbringen sollte, wenn man auf der Suche nach Mitbringeln ist.
So, seit fast einer Woche bin ich wieder hier. So langsam ist es an der Zeit mal den kurzen London-Urlaub in einem Blogeintrag zusammenzufassen. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich die ganze letzte Woche über keine wirkliche Zeit mich mal hinzusetzen und die Bilder durchzugehen, aber jetzt ist es geschafft.
Ich habe mir überlegt das ganze einfach in zwei oder drei Posts aufzuteilen, damit es nicht zu viel wird.
TL;DR: Ich flog, landete, bewegte mich 20km durch London und sah alles mögliche. Scrollt durch um Fotos zu sehen.
Am Freitag gings los. Mein Flug ging um 10:20 Uhr, ich musste also bis 9:30 oder so spätestens am Gate sein. Ich stellte mir sicherheitshalber 4 Wecker zwischen 6:30 und 6:50, sodass ich spätestens um 7 losgehen konnte.
Glücklicherweise klappte das auch und ich war kurz nach 8 Uhr am Flughafen. Natürlich war das viel zu früh, aber bei dem Geld was ich dafür ausgab, wollte ich den Flug ungern verpassen. Ich nutzte die Zeit um mir noch schnell für 50 Euro ein paar Zettel mit Queen-Aufdrucken zu kaufen.
(Die ganze Reise über fiel es mir schwer mich mit dem britischen Geld zu identifizieren, denn die Haptik war ganz komisch, und warum sind die Münzen mit niedrigem Wert so unglaublich riesig? Abgesehen davon vergisst man ständig, dass das Geld ja viel mehr Wert ist als der Euro und gibt so kurzerhand einfach viel mehr aus.)
Ich war total überrascht, dass mein Flug von einem Gate ging, an dem man per Fluggastbrücke™ in das Flugzeug einsteigen kann. Bei easyjet hätte ich erwartet, dass ich mit irgendeinem klapprigen Bus zwanzig Kilometer über das Flugfeld gekarrt werde.
Tipp zum Boarding: Wenn die nette Dame am Boardingschalter die Worte "Bitte setzen sie sich hin und stehen sie erst auf, wenn ich sie zum Boarding aufrufe" spricht, sollte man unverzüglich sein Handgepäck nehmen und sich anstellen. Versucht man nämlich, ein guter Mensch wie man ist, ihren Worten Folge zu leisten, führt es dazu, dass man ganz am Ende der Reihe steht und als letzter einsteigen darf. Freie Platzwahl, juche!
Der Flug an sich gestaltete sich problemlos. Ich hörte eine Folge Build & Analyze und schwupps, schon waren wir da.
In Gatwick ging alles recht schnell, kurz den Pass kontrollieren lassen und raus. Voller Post-Landungs-Euphorie dachte ich, dass ich jetzt schön meinen Telekom-Roaming-Weekpass buchen kann und dadurch internetmäßig alles geritzt ist. Leider hätte ich wohl etwas mehr recherchieren sollen.
Nun ist es nämlich so, dass man vorher eine Smart Traveller-Tarifoption buchen muss, bevor man die Pässe buchen kann. Grandios! Das geht natürlich auch nur in dem Webinterface (zu dem man auch noch das Passwort wissen muss) und dauert natürlich auch einige Zeit, bis es aktiviert ist. Um die Geschichte abzukürzen: Ich aktivierte Smart Traveller irgendwann, allerdings ging es das ganze Wochenende über nicht und ich musste mich mit offenen WLANs und manchmal ein bisschen Roaming über Wasser halten.


Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es mittlerweile kurz nach eins war. Auf der Webseite des Hotels stand irgendetwas von "Checkin frühstens 15 Uhr", also machte ich mich auf, London etwas zu entdecken. Ich ging einfach irgendwo lang, landete beim Buckingham Palace und ging zum St. James Park, wo ich direkt von Millionen Tauben und Eichhörnchen begrüßt wurde. Letztere waren wirklich ziemlich zutraulich und raschelten fröhlich durch das herumliegende Herbstlaub.


Am Ende kam ich bei der Horse Guards Parade raus, glücklicherweise ohne Pferde, ging einmal im Kreis und kam am Ende wieder am Buckingham Palace heraus. Weiter durch den Green Park und schwupps, schon war ich am Piccadilly Circus. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und ich fühlte mich gezwungen mir einen original britischen Briten-Regenschirm zu kaufen.
Ich hatte im Kopf, dass mein Hotel in der nähe vom Oxford Circus ist, also machte ich mich als nächstes auf den Weg dort hin. Zwischendurch kam ich auch an einem T-Mobile-Laden vorbei, in dem ich mir fast eine T-Mobile UK-Simkarte geholt hätte, wenn er nicht so voll gewesen wäre.


Um zu schauen, wo das Hotel nun genau ist suchte ich mir kurz ein offenes WLAN (die es zum Glück hier und da gab, später merkte ich, dass in den Tube-Stations auch WLAN verfügbar ist). Bolsover Street. Okay. Da fast an jeder größeren Kreuzung nette Ständer mit Karten aufgestellt sind, war es kein großes Problem das Hotel zu finden.
(Insgesamt habe ich mich über das Wochenende allerdings mehrfach verlaufen, weil ich einfach nicht damit klar kam, dass die erwähnten Karten nicht eingenordet sind, sondern in die Richtung zeigen, in die man guckt)



Das Hotel war okay. Ein Bisschen klein und so, aber ausreichend für eine Person. Und es gab sogar eine Badewanne! Ich legte mich kurz aufs Bett und schaltete den Fernseher an, nur um festzustellen, dass das Nachmittagsprogramm genauso sinnfrei ist wie in Deutschland. Kurz darauf entschied ich mich lieber wieder los zu gehen.
Beim Hotel-Checkin hatte ich nämlich auch noch eine kleine analoge Faltkarte erhalten, die für den Rest des Wochenendes noch eine große Hilfe war.
Ich entschied mich dafür ein bisschen Tube zu fahren und mir mal alles da unten bei der Westminster Abbey anzuschauen. Also rein in die Bakerloo Line, bis zum Embarkment Pier, über die Brücke zum London Eye, zurück über die nächste Brücke zu den Houses of Parliament. Ein paar Schritte weiter ist dann auch schon die Westminster Abbey.



Um den imposanten Anblick zu unterstreichen rissen auch die Wolken auf und die ersten Sonnenstrahlen des Tages kamen zum Vorschein. Ich lief immer der Sonne entgegen, kam wieder an der Victoria Station vorbei und landete in Chelsea. Ich wanderte so umher, ging mal links, mal rechts und kam am Sloan Square an.
So langsam begann es zu dämmern und ich warf einen Blick auf meinen neuen Freund, die Karte. Eigentlich taten mir auch die Füße schon ein Bisschen weh, ich legte die Idee einfach die nächste Tube-Station zu verwenden aber trotzdem beiseite und dachte mir, dass ich ja erstmal noch zum Hyde Park gehen könnte.


Also schön die Sloan Street nach Norden. Vorbei an tausend teuer aussehenden Klamottenläden, hunderten Sportwagen und vielen Menschen. Wobei das jetzt nicht nur für diese Straße gilt. Insgesamt besteht der Verkehr in London augenscheinlich nur aus Bussen, Taxen und einer angenehmen Mischung aus Porsche, Ferrari und anderen teuren Autos.
(Und die Leute gehen alle bei Rot über die Straße. Habe mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt einfach mitzugehen, wenn alle anderen losgehen, sonst wird man eh nur mitgedrängt.)
So. Nach ein paar Minuten war ich dann am Hyde Park und ging einmal durch. Aufgrund der späten Stunde (also naja, es war vielleicht so 18 Uhr) war da nicht mehr fürchterlich viel los. Die größte Attraktion waren einige Gänsehorden, die über die Wiese pflügten und alles fraßen, was in irgendeiner weise fressbar aussah. Ich machte vorsichtshalber einen größeren Bogen um die Tiere, aber sie schienen auch nicht sonderlich angriffslustig.



Mittlerweile hatte ich zum zweiten Mal das Gefühl, dass ich keine Lust mehr habe zu laufen. Mein nächster Gedanke war also die nächste Tube zu suchen, noch etwas zu essen zu besorgen und danach ins Hotel zu fahren.
Das ganze gestaltete sich so, dass ich noch 10 Minuten an der Park Lane entlang ging, am Hyde Park Corner einstieg und bis zum Piccadilly Circus fuhr. Weil das alles überall ganz furchtbar interessant aussah ging ich letzendlich noch über eine Stunde alle möglichen Straßen entlang, konnte mich aber auch für nichts entscheiden und landete in einem Pret a Manger am Trafalger Square.
(Pret a Manger hat lt. Wikipedia 118 Filialen in London und ich bin mir sicher mindestens 50% davon gesehen zu haben. Dazu kommen ca. 23034 Starbucks, 1402 McDonalds und mindstens 3 Burger Kings)
Das Sandwich war so mittel und meine Lust mich auch nur noch einen Millimeter zu bewegen ging gegen null. Also machte ich mich auf den Weg zur nächsten Tube um diesmal wirklich zum Hotel zu fahren. Das machte ich dann auch. An meiner Haltestelle saß ich noch fast dreißig Minuten, weil es schön warm war und das kostenlose Wifi gut funktionierte.
Im Hotel badete ich und schaute noch etwas TV, denn das Abendprogramm war wesentlich erträglicher, denn es lief QI mit Stephen Fry! Grandios.
(Oh, das wurde lang. Was Samstag, Sonntag und Montag passierte folgt in den nächsten Tagen.)

Vielleicht ist es eine Fortsetzung von diesem Foto. Diesmal mit mehr Regen, mehr Farbe und nach links aus dem Fenster, statt nach rechts.
Wie die Zeit vergeht! Mittlerweile sind es nur noch zwei Abende bis nach London fliege. Zur Vorbereitung kaufte ich mal zwei Steckdosenadapter, einen dicken USB-Extra-Akku mit dem ich alle Geräte hoffentlich lange am Laufen halten kann und fasste alle Tipps die ich im letzten Blogpost bekam in einer Google Map zusammen.
(Wusste bis gestern nicht genau, dass man in Google Maps so geil so Karten machen kann und bis eben nicht, dass man sie so leicht embedden kann. Cool!)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich alles schaffen werde, aber das ein oder andere werde ich mir schon anschauen. Mal gucken wie sich das Wetter entwickelt.
Auf jeden Fall danke für all die Einsendungen. Ich werde dann berichten. (Wer dringend eine Postkarte möchte, möge mir eine E-Mail schreiben und ich denke darüber nach.)
So. Nach langem hin und her habe ich es nun endlich geschafft. Die neue watched.li-Version ist online und ersetzt erst einmal die alte Beta-Version.
Bei der Umstellung änderte sich nicht nur das Design und damit die gesamte Benutzung, sondern auch die zu Grunde liegende Serien-Datenbank. Letzteres kann zu ein paar kleinen Problemen führen. Ein paar wenige Serien existieren zum Beispiel einfach nicht. Diese sind leider aus euren Accounts verschwunden. Eine genaue Liste der fehlenden Serien werde ich nachliefern. Sorry dafür, aber ich denke es sollte nur einen kleine User-Menge betreffen. Sollte der Verlust zu groß sein, werde ich versuchen die Serien irgendwie manuell hinzuzufügen.

Falls in euren Listen irgendetwas grob falsch sein sollte, schreibt mir einfach fix ne Mail an info@watched.li und ich werde versuchen das Problem zu lösen. Schreibt mir auch, wenn ihr eine Serie hinzufügen wollt, die nicht in der Datenbank ist, denn die "Secret Import Page" ist erstmal weg.
Das neue Interface hat auch noch ein paar Bugs und ein paar Features fehlen. Zum Beispiel ist es gerade nicht möglich die Serienliste zu sortieren. Außerdem ist es nicht besonders responsive. Das wird natürlich alles nachgereicht. Dafür gibt es eine Funktion um Serien, die fertig sind, oder die man einfach nicht mehr weiterschauen möchte zu archivieren.
Des Weiteren fehlt noch eine "Passwort vergessen?"-Funktion für diejenigen unter euch, die ihr Passwort vergessen haben. Mache ich morgen im Laufe des Tages.
Insgesamt: Entschuldigung für alle Probleme die diese Umstellung verursacht, aber es ist halt immernoch eine Betaversion. Entschuldigung, dass ich euch seit über einem halben Jahr vertröste. Vielen dank, dass ihr die Plattform verwendet und danke für eure Treue. ♥ Und natürlich danke an Marcel und Martin, die mir halfen das alles hübsch zu machen und mir genügend Motivation/Druck gaben um das endlich fertig zu bauen.
Ich denke, dass mit der Migration ist ein großer und wichtiger Schritt getan um die Weiterentwicklung von watched.li sicherzustellen. Wenn innerhalb der Beta-Phase jetzt alles gut geht, werde ich die Anmeldung für alle innerhalb der nächsten 2-3 Wochen freischalten. So ist mein Plan.
Irgendwie einigten wir uns in der Gruppe dafür, dass wir uns um 6:15 vor den Apple Store in Poppenbüttel stellen um dort auf unser iPhone zu warten. So kam es dann auch. Wir warteten 5 Stunden. Die ersten zwei Stunden waren noch ganz unterhaltsam, dann wurde es aber etwas anstrengend.
Am Ende beschlossen wir uns gemeinsam, dass es eine ziemlich dumme Idee war, und das wir es beim nächsten Mal lieber vorbestellen.

Das Gerät jedenfalls is ziemlich gut. Tausend mal schneller als mein altes 4er. Keine Verzögerungen mehr, nirgens. Mal sehen wie lang das anhält. Durch die paar mehr Pixel in der Länge passt auch erstaunlich viel Text zusätzlich drauf, hätte ich nicht unbedingt erwartet.
Und es fasst sich so gut an. Es fasst sich soooo guuut an. In meinem persönlichen Ranking von Objekten, die ich sehr gerne anfasse, ist es direkt nach der Apple Remote auf Platz zwei. Es ist so leicht und dünn und glatt!
Seitdem ich hier in Hamburg wohne, habe ich schon immer mal Lust den angeschlossenen Flughafen zu nutzen um mal irgendwohin zu fliegen. Bisher nutzte ich diesen Vorteil schon zwei Mal, als ich zu Ärzte-Konzerten in München und Stuttgart flog.
Aber natürlich will ich auch mal wo anders hin. Mal raus aus auf unbekanntes Terrain. Außerdem kann ich durchaus mal den ein oder anderen Tag Urlaub gebrauchen. Nach ein wenig Evaluation erschien mir London als gutes Reiseziel für einen ersten Urlaub außerhalb Deutschlands, den ich ohne Begleitung bestreiten werde.

Die Sprache kann ich halbwegs, Internet gibt es mit der Telekom für kurze Zeiträume auch halbwegs bezahlbar und zu sehen gibt es wahrscheinlich auch genug. Wunderbare Voraussetzungen für ein kleines Abenteuer-Wochenende.
Spontan wie ich bin, wird das alles schon nächste Woche stattfinden. Am Freitag, den 28.9. gehts los, Montag zurück. Spontan wie ich bin, habe ich natürlich auch noch nichts genaues geplant. Jetzt seid ihr also dran.
Was sollte man sich unbedingt angucken, wenn man für drei Tage da ist? Was sollte man in London vermeiden?
Jeder hilfreiche Tippgeber bekommt vielleicht eine exklusive knuspermagier-in-London-Gedenkpostkarte, nur echt mit 52 Zähnen!
Als ich hier die letzten Tage im Bett und auf der Couch saß um die letzten Sachen an QUOTE.fm zu machem, benutzte ich meine alte Zeugnismappe als Unterlage für das superheiße Macbook.
Eines Abends schaute ich dann mal rein und fand darin das im Folgenden abgedruckte Essay, welches ich wohl in der dritten oder vierten Klassse schrieb. Wahrscheinlich halfen mir hier und dort meine Eltern, ich glaube nicht, dass ich von alleine auf Formulierungen wie "Wir funkten das Wort "Frieden" in allen uns bekannten Sprachen" gekommen bin.
Ich schätze, die Aufgabe war eine Geschichte zu schreiben welche die Worte "Kopfhörer", "Buch", "Nußschokolade", "Schaltpläne" und ein paar Klassenkameraden (Marcel, Flo, Christoph, Adrian) enthält.
(Alle Rechtschreibfehler sind so wie im Original und gehören dazu)
Ich erzählte es am nächsten Tag Christoph, Flo und Marcel. Christoph schlog vor, mit einem Space Schuttle zu fliegen. Aber wo ist der Planet?
Wir gingen zu der Raumstation. Zum Glück warm ein Onkel ein Spezialist auf diesem Gebiet. Auf dem Computer-Bildschirm sahen wir, das neben dem Planeten Pluto ein anderer ist - das musste Orinox sein.
Da war nun ungefähr wussten wo er ist, brauchten wir nur noch einen Piloten zu finden. Auf einmal kam Adrian, der war wie geschaffen für diesen Job.
Also gingen wir zum Startplatz. Nun setzten wir uns in das Space Schuttle. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Start. Nun waren wir in der Luft.
Wir flogen durch die Atmosphäre, und waren im Weltraum. Ich sah einen Meteoritenhagel auf uns zukommen. Er war sehr groß.
Marcel schlog vor, um ihn herum zu fliegen. Glücklicherweise glang es Adri, das brachte uns aber stark vom Kurs ab. Wir flogen jetzt auf den Mond zu. Mit viel Mühe brachte uns Adri wieder auf Kurs.
Auf einmal fiel der Bordcomputer aus. Christoph fand heraus, daß die Batterie alle ist. Flo fiel ein, daß die Russische Raumstation Mir beim Mond sein muss.
"Dort können wir die Batterie bestimmt aufladen" sagte er. Wir schauten auf die Karte, wo die R. R. Mir ist.
Adri flog auf sie zu. Marcel versuchte, die Verbindung herzustellen. Es klappte auch, ich sprach mit dem 2. Offizier der RRM. Er sagte das uns eine neue Batterie von einem Astronauten rübergebracht wird. Schon nach kurzer Zeit kam der Astronaut. Als wir die Batterie hatten, verabschiedeten wir uns und Christoph baute sie ein.
Der Flug zum Planeten Orinox verlief ohne weitere Vorkommnisse. Es dauerte noch eine Woche bis wir angekommen sind. Als wir den Planeten Orinox sahen, dachten wir erst, er wäre zu klein zum Landen, aber so war es nicht. Auf einmal schoss man auf uns, sie glaubten wohl, wir kämen mit böser Absicht. Zum Glück hatten wir Laser und konnten so die Schüsse abwehren. Sofort funkten wir das Wort "Frieden" in allen uns bekannten Sprachen. Die Orinoxaner schienen zu verstehen, denn sie ließen uns landen.
Der Planet war grün. Die Bewohner von Orinox hatten 4 Arme und 5 Beine. Einer der Orinoxaner erklärte uns, warum sie immer auf die Erde kommen. Sie suchen nämlich noch Gegenstände für ihr Museum. So fand ich dort meine Kopfhörer, das Buch, die Tafel Nußschokolade und meine Schaltpläne. Der Besuch bei den Orinoxanern war sehr interessant. Wir erhielten die Erlaubnis der Orinoxaner, ihren grünern Planeten jederzeit besuchen zu können.
Wir wollten gerade den Rückflug antreten, als Christoph feststellte, daß eine der Düsen kaputt war. Sie hatte ohl doch einen Treffer abbekommen. Die Planetenbewohner entschlossen sich kurzerhand uns eines ihrere Ufos zu schenken. Wir packten die Sachen aus dem Shuttle in das Ufo und nahmen Kurs auf die Erde. Der Flug verlief eigentlich normal - bis wir durch die Atmosphäre kamen.
Aufgrund der seltsamen fliegenden Untertasse hielten uns die Menschen wohl für Außerirdische und wollte nuns beschießen, doch Adrian setzte den gleichen Funkspruch ab, der uns schon bei den Orinoxandern geholfen hatte.
Danach konnten wir ohne Probleme laden und den Menschen von unseren neuen Freunden erzählen..
Heute war es so weit. Ich fuhr mal wieder zu meinen Eltern. Preisbewusst, wie ich so bin, buchte ich natürlich bereits vor zwei Wochen die Tickets. 10:53 Uhr sollte es los gehen.
Dann geschah es. Zum ersten mal in meinem Leben verschlief ich einen Zug. Also nichtmal besonders stark -- ich ging einfach nur zwei Minuten zu spät aus dem Haus, verpasste den Bus und musste 6 Minuten auf den nächsten warten. Zu allem Übel musste ich dann auch noch 7 Minuten auf die U-Bahn warten und kam am Ende genau 10:55 am Hauptbahnhof an.
Leider hatte ich kein Bargeld dabei, sonst wäre ich, als ich schon wusste, dass es wohl nicht klappen wird, schnell mit dem Taxi von Glinde zum Hauptbahnhof gefahren. Das wäre wahrscheinlich billiger gewesen, als ein neues Ticket kaufen, was ich dann aber tat. Mit 54€ war es nicht günstig, aber nicht so teuer wie vermutet.
Später wies mich Matze noch darauf hin, dass ich auch einfach meine Zugbindung hätte entfernen lassen können nachträglich. Hätte mich wohl die Differenz aus Normalpreis und Sparpreis + 15 Euro gekostet. Wären allerdings auch knapp 40€ gewesen.
Nun gut. Mit dem neuen Ticket sprintete ich dann noch in den ICE an Gleis 14, der um 11:01 nach Göttingen abfuhr. Dieser Zug enthielt leider keinen freien Sitzplatz und so blieb mir nur der Teppichboden. Immerhin nutzte ich die Zeit noch recht produktiv um einen längeren Blogpost vorzubereiten, den ich, wenn die Zeit reif ist posten werde.
Göttingen, eine Stunde warten, ein Cappucino und zwei Stücke Schoko-Kokos-Kuchen (eins hätte gereicht). Danach mit einem Bummelzug nach Eichenberg, dort in einen weiteren Bummelzug nach Leinefelde (+10). In Leinefelde verpasste ich den Anschluss und musste wieder gut 30 Minuten warten um dort in den ebenfalls verspäteten nächsten Zug nach Mühlhausen zu steigen (+15).
Geplante Ankunft: 14:42 Uhr, für 33€ -- wirkliche Ankunft: 16:20 Uhr, für insgesamt dann 88€. Und alles wegen popeligen zwei Minuten. Aber immerhin bin ich ja irgendwann angekommen!