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Der privateste Blog von Philipp.

2012 in Review

Oh, 2012 war ein Jahr, und es ist vorbei. Zum Ausklang traf ich mich recht spontan mit Inken und ihren Mitbewohnerinnen an den Landungsbrücken. Das Feuerwerk war jetzt allerdings nicht so überragend und allgemein waren mir zuviele verrückte Kiddies mit Böllern unterwegs, als dass ich das nächstes Jahr wiederholen würde. Aber man muss ja alles mal gemacht haben! Dafür traf ich Inken mal wieder!

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2012 war das Jahr in dem ich nach Hamburg kam. Vieles hat sich verändert, vieles ist geschehen, mit QUOTE.fm ging es voran, aber irgendwie, keine Ahnung, habe ich kein überragendes Gefühl nach diesem Jahr. Mal sehen, wie es so weiterläuft.

Hier, wie jedes Jahr, die Highlights, kurz zusammengefasst:

Jan

Ich zog nach Hamburg und fing an mich ein wenig mit iPhone-App-Entwicklung zu beschäftigen (wobei ich seitdem nicht mehr viel Zeit dafür hatte). Ich fotografierte mein Eisfach und begann die Sneak zu besuchen, damals noch mit Carsten im Streits.

Feb

Meinen Küchenheizkörper stattete ich mit einem per Internet regelbaren Thermostat aus (später dann auch den Rest der Wohnung), ich nahm Abschied von House und vom Umbranet.

Apr

Ich schaute mir kurz Rails an, erzählte dass ich keine Lust mehr auf Windows habe und kaufte mir eine Gitarre (nachdem kurz kurz davor schrieb, wie ich keine kaufte). Außerdem gab's das Diablo 3 Beta-Wochenende und #raupenalarm traf sich in Hamburg.

Mai

Ein erstes Mal Grillen im Stadtpark. Des Weiteren besuchte mich meine Schwester und wir waren kurz an der Ostsee. Mein Fernseher wurde endlich an die Wand gehängt. Das Hafenfest und das Japanische Kirschblütenfest sorgen für Feuerwerke, Diablo 3 sorgt kurz für Spaß, ist aber insgesamt eher eine Enttäuschung. Umso besser waren dafür die Tage im Park und das erste Ärzte-Konzert.

Jun

Ich konnte mich auf dem Post E3-Event von der Wii U überzeugen, hatte Geburtstag und, äh. Sonst war's wohl eher ruhig.

Jul

Mein Raspberry Pi kam an (seitdem liegt er im Regal). Die Elbdudler und damit auch QUOTE.fm zogen in die Kirche. Ich war unterwegs auf Ärzte-Konzerten.

Aug

QUOTE.fm war in Berlin, halb QUOTE.fm war auf dem Fest van Cleef und ich erklärte, warum ich nicht mehr auf die Connichi gehe. Außerdem erwarb ich einen 3DS XL.

Sep

Ich traf Britta auf dem MPS in Hamburg, stand mit den Jungs (und Mädchen) vor dem Apple Store und verbrachte ein paar Tage in London (Vorbereitung, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4)

Okt

watched.li ging endlich Live. Ich schrieb mein Resumee über die besuchten Ärzte-Konzerte und kaufte eine Gitarre.

Nov

Mein Arbeitszimmer ist nun aufgeräumter, ich machte mein erstes Let's Play und kaufte einen Paperwhite (und eine Wii U, über die schrieb ich aber noch nicht).

Dez

Ähh. Gearbeitet, Weihnachten, Silvester. Keine nennenswerten Blogeinträge. Mhh.

Fazit

Ich bin nicht soviel umhergereist wie letztes Jahr, glaube ich. Also mal abgesehen von London. Für Bahnfahrten gab ich aber fast genausoviel aus (1150€ vs 1300€) -- wahrscheinlich weil ich seltener mit Sparpreisen fuhr. Faulheit.

Ich denke ich habe mich in Hamburg ganz gut eingelebt. Ich fühle mich hier auf jedenfall wohler als ich es in Radolfzell je tat, was wahrscheinlich auch daran liegt, das ich keine verrückten Nachbarn mehr habe, die Tag und Nacht rumschreien.

Ich besuchte 16 Konzerte, fast genausoviel wie letztes Jahr, wenngleich ein großer Teil davon alles die ärzte-Konzerte waren. Aber war trotzdem geil! Im Kino war ich ganze 43 Mal. Puh! Man muss allerdings dazu sagen, dass etwa die Hälfte davon Sneak-Besuche waren. Meine Lieblingsfilme? Schwer zu sagen. Dieses Jahr gab es viele Gute. Am ehesten hängen geblieben sind mir wohl Skyfall und The Hunger Games.

2012 nahm ich mir vor mehr zu lesen. Mehr oder weniger hat das auch geklappt, ich legte auch diese Seite im Blog an um das alles zu dokumentieren. Hunger Games hat mich sehr gefesselt, Harry Potter ist aber auch sehr unterhaltend und ich bin recht froh, es endlich angefangen zu haben.

Mein Japanisch hat in diesem Jahr keinerlei Fortschritte gemacht. Das ist etwas schade.

Ausblick

Platz für gute Vorsätze! Oder so. Ich will auf jeden Fall wieder irgendwo hinreisen für ein paar Tage. Vielleicht sogar mehr als einmal, oder länger als ein Wochenende. Weiß allerdings noch nicht wohin. Entweder ich erkunde die britischen Inseln weiter und gucke mir vielleicht mal was in Schott- oder Irland an, oder vielleicht eher etwas im Norden? Skandinavien?

Außerdem will ich mein Mehr-Lesen-Projekt weiterführen und auf jeden Fall die Harry Potter-Sachen fertig lesen. Und dann irgendwas neues anfangen!

Alles andere entscheide ich spontan.

Civilization

Spätestens, seitdem ich die Geschichte mit dem zehn Jahre alten Civilization 2-Spielstand auf Reddit las, hatte ich mal wieder Lust auf eine Runde Civilization. Man muss allerdings dazu sagen, dass ich nie wirklich viel Civilization spielte -- damals ein klein wenig Civ3 und recht viel Alpha Centaurie, was ja quasi das gleiche Spielprinzip ist. Aber damals war ich noch jung und hatte eh keine Ahnung, was ich tue.

Ich kaufte mir recht zügig nach der Entdeckung des Reddit-Threads Civ4 (ohne Zusatzpacks) auf Steam und packte es recht lange nicht an. Warum Civ4 und nicht 5? Letzteres war mir zu teuer (Natürlich landete es etwa 2 Tage später im Steam Autumn Sale oder so und wäre günstig gewesen. Wie immer).

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Aus nicht näher bekannten Gründen dauerte es bis gestern, bis ich Zeit hatte mal eine Runde zu spielen. Es passierte natürlich das unvermeidbare: Ich hatte keine Ahnung, was ich tun soll und verlor. Danach schaute ich erstmal ein paar Stunden ein Let's Play und spielte das Tutorial durch.

Mit etwas mehr Ahnung konnte ich jetzt tatsächlich ein Spiel gewinnen. Was mir dabei nur wieder auffiel: Es ist furchtbar komplex. Also, das wusste ich schon vorher. Es ist einfach kein Spiel, wo man mal eben eine Runde spielen kann. Um in späteren Spielphasen auch zu wissen, was abgeht, muss man sich wohl eingehender damit beschäftigen. Die letzten hundert Runden hab ich immer nur geklickt, irgendwelche Sachen gebaut, irgendwelche Technologien erforscht, irgendwas. Puh.

Der Anfang ging noch ganz gut, aber nachdem ich mehr als fünf Städte hatte, habe ich nicht mehr recht gewusst, was ich nun am Besten in welcher Reihenfolge baue. Die Worker stellte ich dann irgendwann auf "Automatically Improve everything" weil ich nicht mehr die Übersicht hatte, was wie wo am Besten zu verbessern ist. Und dann die ganzen Forschungsdinger, wo man nicht weiß, was jetzt besser zuerst erforscht wird und ständig tausend neue Gebäude!

Herrje. Und nun? Nun muss ich mich entscheiden, ob ich mich näher mit der ganzen Materie beschäftigen will. Oder ob ich es lieber mit Civ 5 neu versuche, wenn es mal im Steam Sale ist. Spaß gemacht hat's jedenfalls mal wieder 5 Stunden am Stück etwas zu spielen.

TL;DR: Civ 4 ist komplex, vielleicht spiele ich es weiter, vielleicht nicht. Was für ein sinnvoller Blogeintrag!

Paperwhite nach zwei Büchern.

Seit ein paar Wochen habe ich nun meinen Paperwhite und konnte mich mittlerweile ganz gut an ihn und seine Eigenheiten gewöhnen.

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Seitdem ich den Neuen hab, habe ich den alten nicht mehr angefasst. Eigentlich wollt ich ihn ins Schlafzimmer legen und ihn dort zum Lesen benutzen, aber er ist gerade leer und ich bin zu faul ihn aufzuladen. Aber zurück zum Paperwhite.

Die Hintergrundbeleuchtung ist tatsächlich ziemlich gut und scheint auch Akkutechnisch nicht so schlimm zu sein, wie man es vielleicht erwarten könnte. Habe das Gerät bisher jedenfalls nur einmal aufgeladen. Der größte Minuspunkt ist die Touch-Sache. Es erfordert irgendwie schon etwas Gewöhnung per Touch sicher umzublättern ohne versehentlich zweimal zu blättern. Manchmal, wenn man irgendwie schief tappt geht's auch mal gar nicht. Nach ein paar Tagen geht das zwar, Hardwaretasten zum umblättern hätten allerdings auch nicht geschadet.

Wofür die Touch-Bedienung hingegen toll ist, ist einerseits das Eingeben von WLAN-Passwörtern (und das Browsen im Kindle-Store) und andererseits die Dictionary-Funktion, weil man nicht mehr mit dem Cursor aufwendig zu dem Wort manövrieren muss, sondern es einfach nur kurz antappen kann.

Ansonsten ist es halt ein Kindle. Ein bisschen schwerer und teurer als der Alte, dafür möchte ich das Leuchten aber auch nicht mehr missen und an das touchen gewöhnt man sich mit der Zeit auch.

Kann man kaufen.

App-Request: Essensentscheider (oder auch: Projektname "Nom")

Am Wochenende koche ich meistens. Da ich mich innerhalb der Woche hauptsächlich von Brot, Wurst, Käse und Salat ernähre und nur selten mal etwas warmes habe, möchte ich mir am Samstag und Sonntag gerne mal etwas gönnen. Allerdings stehe ich dabei in letzter Zeit immer häufiger vor einem Problem: ich weiß nicht was.

Manchmal geht es ganz einfach, da les ich auf Twitter "Oh, habe gerade Kartoffelsalat gegessen, toll!" und bekomme sofort Lust auf Kartoffelsalat setze das um. Oftmals ist es aber nicht so einfach und das liegt an mehreren Problemen:

Zum Einen kann ich nicht einfach eine Mahlzeit finden indem ich in meinem Kopf eine Liste "Alle Gerichte, die ich kann" durchgehe, da diese nicht existiert. Meistens fallen mir im Supermarkt nur drei Dinge ein, auf die ich gerade keine Lust habe, oder die ich vor ein paar Tagen erst hatte.

Zum Anderen fällt es mir schwer mich zu entscheiden, falls mir tatsächlich doch mal was einfällt. Oftmals passiert es dann, dass ich für zwei Tage fünf Gerichte einplane und am Ende viel zu viel habe um alles zu essen. (Meistens reicht eine Sache für Samstag und Sonntag)

Ich finde für diesen Zweck würde sich eine App gut eignen. Da es auch gerade erst kurz vor 3 Uhr nachts ist und ich sowas noch nie wirklich gemacht habe, dachte ich mir, malste mal ein paar... Ideen ins eins deiner unzähligen Moleskines.

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Hier sieht man den Hauptscreen (links). Zwei große Buttons für die Hauptfunktionen und unten eine Liste der letzten Mahlzeiten. Tappt man auf das Plus kommt man zum zweiten Screen (1), wo man in eine Suchleiste eingeben kann, was man gerade gegessen hat um das zu "loggen". Falls das Gericht noch nicht existiert kann man es neu anlegen (1a).

Was uns auch schon zur nächsten Seite bringt:

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Links der Screen um ein Gericht hinzuzufügen oder zu editieren. Name, Foto und Tags. Letzteres könnte man auch "Zutaten" nennen, aber ich dachte mir, wenn ich die Gerichte auch nach Eigenschaften wie "Geht schnell", "Dafür muss man nur einen Topf abwaschen" auswählen will, wäre es besser einfach allgemeine Tags zu haben.

Auf der rechten Seite der Screen (2), auf den man kommt, wenn man im Startscreen auf das Fragezeichen drückt. Man bekommt direkt eine passende Auswahl präsentiert. Der Algorithmus muss natürlich möglichst kompliziert sein und viele Variablen und Naturkonstanten beinhalten.

Für den Anfang tut es vieleicht aber auch ein SELECT gericht FROM gerichte WHERE last_eaten IS LANGE_HER() ORDER BY RAND(). Wenn einem die Auswahl nicht gefällt, kann man nochmal würfeln oder unten die Tags auswählen, die man gerne hätte. "Schnell", "Wenig Abwaschen" und schwupps kommt "Kartoffeln mit Quark" raus.

Na, das sieht doch einfach aus. Die Frage ist nun: Wer baut mir das, wenn ich zu faul bin? Oder gibt's sowas vielleicht schon?

Ich hab von Evernote Food gehört und einigen anderen Sachen, aber die gehen ja eher nur in die Log-Richtung und es fehlt die Vorschlage-Komponente. Vielleicht ist das alles aber auch nur Quatsch, aber eigentlich denke ich, dass ich es cool fände.

(Ich hab viele der Linien sogar mit einem Lineal gezogen, mein Physiklehrer wäre stolz auf mich!)

Samsas Traum - Asen'ka - Ein Märchen für Kinder und solche, die es werden wollen.

Als Herr Kaschte im September 2011 ankündigte, dass Samsas Traum aufgelöst wird war ich etwas traurig. Immerhin ist es laut Last.fm (Stand 11/2012) meine zweit-meist-gehörte Band, und das will was heißen. a.Ura und das Schnecken.Haus und Tineoidea gehören zu meinen absoluten Lieblingsalben überhaupt.

Umso überraschter war ich, als ich vor ein paar Monaten in einem Newsletter von infrarot.de las, dass es ein neues Album gibt! Ich bestellte direkt irgendeine Deluxe-Limited-Edition für viel zu viel Geld und wartete. Letzten Donnerstag bekam ich dann endlich die Versandbestätigung und seit heute halte ich auch endlich die CD in den Händen. (Keine Ahnung warum infrarot soviel Geld für den Versand verlangt und die CD dann per Warensendung, was ungefähr der langsamste Versandweg der Welt ist, versendet)

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Immerhin hat sich die Limited Edition gelohnt, denn sie kommt als hübsches gebundenes Buch daher. Gefüllt mit den Songtexten, ein paar Illustrationen, einem komischen Poster und einer Bonus-CD die einige von Kaschtes Theater-Kompositionen enthält (allerdings nur als Instrumental-Version).

Bisher konnte ich die CD ungefähr 2 mal komplett durchhören. Die nun folgenden Schilderungen basieren also auf ganz frischen Gedanken.

Das Album beginnt mit "Sieg zu Sieg", welches eher ruhig daher kommt. Immerhin merkte ich hier schonmal: Puh, kein Doublebass. Es bleibt recht einleitend und ruhig, es gibt aber auch die Richtung vor, in die der Rest des Albums gehen wird -- und die heißt a.Ura.

Über die nächsten Lieder baute ich mir dann eine gewisse Erwartungshaltung auf. Es wird durchaus gut und recht abwechslungsreich. "Sag das Zauberwort" und "Heute noch" sind super. Spätestens bei "Stirb, Kindlein, Stirb" merkt man allerdings, dass der zweite Teil des Albumtitels wohl eher nicht so ernst gemeint war.

Beim zehnten Titel fiel dem Komponisten dann wohl ein, dass man ja doch noch irgendwo ein bisschen nerviges Superspeed-Schlagzeug einbauen muss. Da "Im Ursprung der Schatten" insgesamt 15 Minuten lang ist und nicht komplett von der Doublebass getragen wird ist das aber verschmerzbar.

Die letzten beiden Tracks sind dann nochmal ganz schön, aber bestätigen nur nochmal den Eindruck, den ich vom Rest des Albums bekommen habe: Ganz netter Versuch an a.Ura ranzukommen, aber leider nicht geschafft.

Nichtsdestotrotz ist das Ding besser als das letzte Album "Anleitung zum Todsein", welches ja auch schon einen Schritt weg vom Blackmetal ging. Diesmal ging es einen weiteren Schritt in die richige Richtung. "Asen'ka" ist insgesamt stimmiger, schöner arrangiert und hat vor allem wieder eine Story, die alles zusammenhält.

Vielleicht reift das Album auch einfach in der nächsten Zeit noch etwas in meinem Gehörgang. Wenn ich es denn reinlasse -- das letzte Album war nach kurzer Zeit aus meiner Playlist verschwunden.

[rating:4/5]

(Bei der "Recherche" zu diesem Blogeintrag las ich, dass Samsas Traum garnicht wirklich beendet wurde, sondern sich jetzt nur noch auf Studio-Projekte konzentriert. Da wurde damals wohl etwas falsch kommuniziert. Es bleibt also Hoffnung auf einen echten a.Ura-Nachfolger!)

Wo bleibt eigentlich Philipp?

Vor ein paar Tagen hatte ich eine lustige Idee. Wir wir ja alle wissen schlafe ich gern etwas länger habe ich oft probleme früh aus dem Bett zu kommen. Meine lieben Arbeitskollegen fragen sich daher häufig, wann ich denn endlich im Büro bin.

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Also baute ich schnell eine kleine Seite mit dem passenden Namen wobleibtphilipp.de, die super-genau berechnet, wann ich wohl endlich da bin.

Natürlich ist das alles kein Hexenwerk und läuft nur halb-automatisch. Das Skript schaut nur, wann ich an meiner Bushaltestelle mit Foursquare eingecheckt habe und berechnet dann anhand der Bus- und U-Bahn-Fahrpläne meine ungefähre Ankunfszeit.

(Die Fahrpläne sind auch nur hardgecoded, weil ich keine Lust hatte die Seite vom HVV aufwändig zu scrapen. Hätten wir doch nur eine vernünftige API für öffentlichen Nahverkehr!)

Falls sich jemand den schnell zusammengehackten Code anschauen will: es ist auf Github!

Miniatur Wunderland

Irgendwie begab es sich recht spontan, dass wir heute einen Firmenausflug ins Miniatur Wunderland unternahmen, unter anderem um uns mit Eva zu treffen.

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat und iPhoneography wird ja sowieso groß geschrieben. Daher machte ich ein paar Fotos mit dem iPhone. Dabei bemerkte ich: der Autofokus ist scheiße langsam, vor allem wenn es dunkel ist, es rauscht wie sau, vor allem wenn es etwas dunkel ist und dieses "Lila-Flare-Problem" von dem ich letztens las ist stärker als gedacht, vor allem bei der Lichtsituation da.

Trotzdem hier ein paar Fotos, als Andenken:

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Spaß im Büro

Falls ihr mal einen Mac findet, der von seinem Besitzer bei Abwesenheit nicht gelockt wurde, packt doch mal folgendes in ein Terminal:

WORDS=('please help me' 'i am so alone' 'i am lonely' 'pssssst' 'hello' 'hey, listen.'); while [ 1 = 1 ]; do say "${WORDS[$[ $[ RANDOM % ${#WORDS[@]} ]]]}" -v Whisper; sleep 300; done

Hihihi.

(Das spricht alle fünf Minuten einen von den Sachen aus dem Words-Array mit der wunderschönen Flüsterstimme von OS X. Inspiriert von diesem Tweet.)

(Morgen werd ich das mal bei Martin ausprobieren. Hihihi.)

Tagebuch schreiben

Es ist an der Zeit, dass ich in diesen Blog auch ein bisschen meiner unendlichen Lebenserfahrung einbringe und meinen Lesern wichtige Tipps gebe, wie sie ihr Leben verbessern können. Heute beginnen wir mit einer Sache, die etwas Durchhaltevermögen erfordert, sich im Endeffekt aber bezahlt macht, wie ich finde: Tagebuch schreiben.

Ich finde es spannend möglichst viel von meinem Leben irgendwo festzuhalten. Und zwar nicht um es anderen zu zeigen und damit anzugeben, wie toll alles ist, sondern weil ich es ganz persönlich interessant finde mein Leben zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen zu können. Da ich mir unmöglich alles merken kann, was passiert muss ich es natürlich irgendwo aufschreiben.

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So entstand vor mittlerweile fast sieben Jahren dieser Blog hier. Anfänglich veröffentlichte ich jeden Tag einen Eintrag, in dem ich schrieb, was an den Tag so vorgefallen war. Meistens war das recht wenig, ich ging damals ja noch zur Schule. Ich selber finde die Einträge mittlerweile ganz lustig, aber würde jetzt nicht dringend empfehlen sie nach zu lesen.

Als ich mein Studium begann sank die Frequenz dieser Alltags-Beiträge leider ziemlich ab. Bis heute habe ich keine wirkliche Erklärung dafür gefunden, ein Mangel an Zeit kann es eigentlich nicht gewesen sein. Auf jeden Fall führte das dazu, dass es mir jetzt etwas schwerer fällt mich in die Studiumszeit zurück zu versetzen. Zumindest, was die ersten Semester angeht.

Denn irgendwann gegen Ende des Studiums kam ja Twitter und das iPhone. Damit war es wieder leicht möglich irgendwelche Alltags-Statusupdates heraus zu schicken. Da ich bereits früh dafür gesorgt hatte, dass meine Tweets irgendwo gesichert werden habe ich auch ein komplettes Archiv damit herumliegen.

Der Nachteil an Blog und Twitter ist natürlich, dass die Sachen öffentlich sind. Im Großen und Ganzen bin ich da ja nicht so, aber manche Sachen will man halt doch nicht in die Welt hinaus posaunen. Was macht man also damit?

Eine lange Zeit machte ich damit einfach nichts. Ich behielt die Gedanken einfach in meinem Kopf. Leider hat der Kopf natürlich zum Ersten die Angewohnheit, sich nicht alles zu merken, und zum Zweiten die Begabung, alles was er sich merkt, dann doch so zu verdrehen, dass es am Ende, wenn man drüber nachdenkt, irgendwie positiv aussieht. Die schlechten Dinge werden einfach ausgefiltert.

Nun wird es wahrscheinlich schon einen Grund haben, dass das so funktioniert, wie es funktioniert. Hin und wieder möchte ich mich aber trotzdem gerne an alles erinnern können. Aus diesem Grund fing ich Ende 2011 an ein Tagebuch zu führen. Damals analog, in ein kleines Notizbüchlein, ein paar Stichpunkte jeden Tag. Leider hielt ich das nicht sonderlich lange durch. Die Einträge umfassen so den Zeitraum vom 26.12.2011 - 6.1.2012 und noch vereinzelt ein paar Sachen im Februar und April.

Jeden Abend sah ich nun das Buch auf meinem Schreibtisch liegen und dachte mir, dass ich es doch nun mal wieder beschreiben musste. Mit jedem Tag, der verging stieg aber auch die Hemmschwelle, weil ich mir dachte, jetz die letzten n Tage nachtragen zu müssen. Wie das halt so ist, packte ich das Ding irgendwann in ein Schubfach und somit aus meinem Sichtfeld.

Ein paar Monate vorgespult. Ende Juli entdeckte ich mal wieder Day One, eine Tagebuch-App fürs iPhone und den Mac. Es war nicht das erste mal, dass mir diese App über den Weg lief, aber diesmal war ich in der Stimmung sie diesmal auch auszuprobieren. Und sie hat mich überzeugt. Das anlegen neuer Einträge funktioniert auf dem iPhone ziemlich einfach, außerdem wird auch noch die Location und das aktuelle Wetter gespeichert, was supercool ist. Die Mac-App sitzt immer schön im Hintergrund, lässt sich aber über ein Menubar-Icon auch schnell befüllen. Außerdem nervt es nun jeden Tag um 23 Uhr und bettelt darum, dass ich etwa hineinschreibe.

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Ich glaube es dauerte etwa zwei Wochen, bis ich meinen Schweinehund komplett überwunden hatte und es einfach zur täglichen Routine wurde Abends den Tag nochmal kurz in ein bis zwei Sätzen zusammen zu fassen. Zusammen mit den Fotos, und den Notizen, die ich im Laufe des Tages noch rein werfe ergibt das zu jedem Tag ein paar Anhaltspunkte, mal mehr, mal weniger.

Mittlerweile zählt mein Day One-Archiv 153 Einträge. Bereits jetzt merke ich, dass es mir spaß macht, mal 4-6 Wochen zurück zu schauen und zu lesen, was ich da so zu sagen hatte. Super Sache.

Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob das nun wirklich sein muss. Muss man jeden Tag seines Lebens nachvollziehen können? Muss man sich alles merken? Ist nicht vielleicht der automatische Rosa-Brille-Filter ganz gut?

Diese Fragen muss sich natürlich jeder selber beantworten. Die Erfahrung mit meinem Blog hat mich gelehrt, dass es mir super viel Spaß macht alten Kram zu lesen und daher ist es für mich eine gute Entscheidung gewesen.

Abgesehen vom Nostalgie-Effekt hilft es mir manchmal auch Dinge, die mich beschäftigen einfach irgendwo hin zu schreiben. Auch dafür eignet sich Day One grandios.

(Day One speichert alles auch in relativ normale XML-Files und hat ein Kommandozeilentool um es automatisiert zu befüllen -- zum Beispiel einen Post mit allen Tweets des Tages, oder so. Dazu aber eventuell später mal.)

Arbeitszimmer 2.0

In letzter Zeit war ich immer etwas unzufrieden mit der Anordnung der Sachen im Arbeitszimmer. Eigentlich bin ich insgesamt etwas unzufrieden mit der Gesamtanordnung der Zimmer in dieser Wohnung. Eigentlich würde ich gerne das Schlafzimmer im Arbeitszimmer haben und Wohn- und (Dann-Ex)-Schlafzimmer zu einem großen Zimmer verbinden. Das würde aber bedeuten, dass ich eine wahrscheinlich tragende Wand herausreißen und verschieben müsste, was in einer Mietwohnung sicher nicht so gerne gesehen wird.

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Weil dieser Plan also nicht wirklich umsetzbar ist, entschied ich mich erstmal für eine Lösung, für die ich kein schweres Werkzeug brauchte und stellte den Schreibtisch auf die andere Seite, neben mein Expedit. Irgendwie wirkt nun alles passender. Außerdem habe ich nun auch Platz um das Keyboard aufzustellen, nun kann es also noch besser verstauben, als so schräg an die Wand gelehnt, da fällt die hälfte vom Staub ja von alleine runter.

(Zum Vergleich: so sah es vorher aus -- zwischendurch habe ich auch noch den zweiten Monitor entfernt, da ich ihn nicht mehr brauchte)

(Falls sich jemand Sorgen um die Gitarren macht, die jetzt direkt vor'm Heizkörper stehen: Der ist sowieso nie an.)