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Hallo. Ich bins! Philipp!

Achtundzwanzig Millimeter.

Jaja, Marcel hat ne neue Kamera, Martin fotografiert sowieso die ganze Zeit und ich hab auch schon länger Lust wieder mehr Fotos zu machen. Also war mein erster Gedanke erstmal, die Kamera wieder regelmäßig mit mir rumzutragen.

Dummerweise ist das einzige kleine, leichte Objektiv, was ich habe das 50mm/1.8 und das ist mir am Crop dann doch irgendwie zu lang. Meistens.

Deswegen suchte ich nach etwas kürzerem. Ich probierte kurz das Sigma 30mm/1.4, was mir Melli dankenswerter Weise kurz lieh. Das war schon okay, aber hatte den Nachteil, dass es widerrum nur am Crop geht. Und da ich ja plane, irgendwann aufs Vollformat zu wechseln (Ja, plane ich schon seit Jahren, aber jetzt wird die 5d Mark II sicher bald billig), wäre das irgendwie eine Investition von 450 Euro ohne große Zukunft.

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Also bestellte ich kurz mal das Canon EF 28mm/1.8 bei Amazon. Es hat dort ja zum großen Teil positive Rezensionen, allerdings auch zwei die sagen es wär totaler Schrott. Whatever.

Ich hab es heut den ganzen Tag ausprobiert und bin eigentlich ganz zufrieden. Klar, ist es nicht so scharf, wie ein doppelt so teures 35mm/1.4L, aber für meine Zwecke sollte es erstmal ausreichen. Was es im Alltag taugt werden dann die nächsten Tage zeigen -- zurückschicken kann ich es ja immernoch.

Mein Leben spielt sich nun hauptsächlich im Wohnzimmer ab.

Schon vor längerer Zeit wollte ich mir angewöhnen mich nach der Arbeit nicht noch den Rest des Abends weiter an den Schreibtisch zu setzen um da sinnlos im Internet rumzusurfen.

Mittlerweile ist es mir irgendwie gelungen. Mein Hauptrechner ist unter der Woche kaum noch an, weil ich mich meistens direkt auf die Couch begebe, den Fernseher einschalte und Serien oder Anime schaue. Oder auch mal irgendwas, was sonst so im TV läuft. Natürlich lässt sich drüber streiten, ob das nun sinnvoller ist, aber immerhin ist es gemütlicher -- und ich sitz nichtmehr den ganzen Tag am Schreibtisch.

Falls ich mal nichts schaue, dann lieg ich rum und hör Musik, was mit AirPlay und dem Denon-Ding ziemlich super funktioniert. Damit bin ich mittlerweile gänzlich von der Idee abgekommen noch ein zusätzliches 2.1-Set für meinen Desktop-Rechner zu kaufen. Da begnüge ich mich jetzt mit meinen Kopfhörern. Alles wofür ich richtige Boxen brauche, mach ich eh im Wohnzimmer.

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Temporäres Layout, bis der Fernseher an der Wand hängt

Auch am Wochenende hänge ich dann meistens auf der Couch rum, spiele, schaue Zeug, oder probiere Dinge aus. Für nicht ganz so ernsthaftes Arbeiten eignet sich die Couch auch ganz in Ordnung.

Ich fänd's übrigens super wenn Sofas eingebaute Verteilersteckdosen hätten. Dann müsste ich keine Netzteile quer durch den Raum spannen (Hier eine Liebe Grußbotschaft an den Erfinder von MagSafe: ♥).

Der Tag, an dem ich Kinoposter kaufte.

Es war Sonntag. Ich hatte gerade Tangled geschaut und durchsuchte das Internet nach Kram. Irgendwann dachte ich mir, dass es vielleicht cool wäre ein Kinoplakat davon irgendwo hinzuhängen um meinem Fandom ausdruck zu verleihen.

Letzendlich lief es dann darauf hinaus, das ich das 8er-Set der Kinoposter für The Hunger Games kaufte. Nun gut. Nicht ganz, was ich ursprünglich plante, aber was solls.

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Jedenfalls fiel mir dann auf, dass 100×70cm ziemlich groß ist. Aber nun gut, erstmal eins ins Schlafzimmer gehängt. Denn das Schlafzimmer ist bisher immernoch das am Wenigsten wohnlich aussehende Zimmer hier.

Ich denke ich werde mir demnächst noch ein bis zwei weitere Rahmen besorgen und noch eines der Poster aufhängen. Und vielleicht noch ein anderes. Was ich mit den 6 verbleibenden mache, weiß ich auch noch nicht. Aber hey, sie sind limitiert. Sicher werden sie super-wertvoll, wenn der Film gut ist.

Vagrant

Na, kennt ihr schon Vagrant? Wenn nicht, dann will ich es kurz vorstellen.

Vagrant ist im Grunde erstmal ein Commandline-Interface für Virtualbox und macht es sehr einfach neue Virtuelle Maschinen zu erstellen, konfigurieren und zu starten. Alles ist sehr eingängig, die Konfiguration lässt sich mit Ruby-Code schreiben und zum starten einer VM genügt ein einfaches vagrant up.

Wozu das ganze?

Naja. Wenn ich programmiere, dann habe ich den Code meistens in einer VM. Warum? Weil ich keine Lust habe mir mein Betriebsystem durch irgendwelche bescheuerten XAMP-Pakete (oder eigene entsprechende Installationen von Webserver, PHP, MySQL) zuzumüllen und weil ich will, dass mein Code möglichst in der Umgebung läuft, in der es auch im Produktivsystem laufen wird. Also ein Debian-Rechner.

Schon seit langem mache ich das mit Virtualbox. Was mir Vagrant hier erleichtert ist der ganze Startprozess, indem es ein paar Mausklicks durch ein einfaches Consolenkommando ersetzt. Außerdem hängt nirgens das dämliche Virtualbox-Fenster rum, da es Virtualbox ohne GUI startet. (Ja, das könnte man auch ohne Vagrant, aber nicht so komfortabel, wenn ich das recht in Erinnerung habe)

Und das ist jetzt alles?

Nein. Das Basis-System, mit der man bei Vagrant eine neue VM startet, hat bereits entsprechend Support für Configuration-Management-Systeme wie Puppet oder Chef eingebaut. Mit ein paar Zeilen in der Vagrant-Konfiguration ist es dadurch möglich in windeseile eine komplett fertig installierte und konfigurierte VM zu basteln.

Das hilft dann z.b. wenn man schnell mal lokal irgendetwas nachstellen oder ausprobieren will und dafür ein paar VMs braucht.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man entsprechende Chef/Puppet-Konfigurationen hat. Aber da ich mich damit eh schon seit längerem mal beschäftigen wollte ist das hier der perfekte Anlass dafür. Eventuell berichte ich später über meine Erfolge!

Heimwerkerarbeiten.

In meinem ständigen Bestreben meine Wohnung so perfekt zu gestalten wie es mir meine handwerklichen Fähigkeiten ermöglichen, verlegte ich bereits vor ein paar Tagen ein paar Meter Kabelkanal um die Lautsprecherkabel für die Surroundboxen darin zu verstecken. Die Kanäle hatte ich zum Glück noch aus der alten Wohnung mitgenommen und sie nicht weggeworfen. Fahrradfahren mit 2 Meter langen dünnen Stangen hätte sicher nicht soviel Spaß gemacht.

Mein Problem war zunächst, dass die Kabel beide etwa 20cm zu kurz waren um sie in den Kanal zu stopfen und dann noch alles vernünftig hinstellen zu können. Zuerst dachte ich, dass ich jetzt erstmal 200 Meter neue Kabel kaufen muss. Gestern Abend, in einer Facebook-Unterhaltung, empfahl mir Papa dann, sie doch einfach mit ein paar anderen Kabelresten zu verlöten und damit länger zu machen.

Da ich meinen Lötkolben eh mal ausprobieren wollte und mir die Idee, Geld zu sparen, indem ich ein paar alte gesammelte Kabelreste verwende, sehr gut gefiel machte ich mich direkt an die Arbeit. Das Ergebnis sind nun zwei entsprechend längere Kabel die ich problemlos in den Kabelkanal packen kann und damit wieder ein Schritt mehr Richtung Ordnung.

(Zum Glück ist mein Gehör eh nicht so gut, als dass mir etwaige tonqualitätverschlechternde Fehler aufgrund der amateurhaften Verlötung auffallen würden.)

Vorher:

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Nachher:

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(Am Besten wäre es, wenn ich die Lautsprecherkabel einfach in den Heizungsrohren verlegen könnte)

Bye, bye umbranet.

Nach meinem hochsentimentalen Post über den Abschied von House naht bereits der nächste. Der Abschied vom umbranet.

Das umbranet war ein IRC-Netzwerk. Naja, Netzwerk. Es war um genau zu sein ein kleiner Server, der irgendwo in Holland stand, von einem Holländer betrieben wurde und hauptsächlich IRCs von ein paar kleinen bis mittelgroßen Bands beherbergte (u. a. Within Temptation und Epica).

Dorthin gelangte ich irgendwann vor einigen Jahren. Ich glaube es war irgendwie gegen 2005. Damals lernte ich in der Schule den Reinhard kennen, er organisierte nämlich eine LAN-Party. Irgendwie meinte er, ich soll mal ins umbranet kommen, Channel #withintemptation.de.

Und so kam es dann auch. Dort waren dann erstmal ein paar Leute. Grüße an Dominic, falls er den Blog noch liest. Außerdem der Tobias, den ich ein paar Jahre später in Konstanz wieder traf. Über die Jahre verloren sich die Spuren etwas, irgendwann gab es Unstimmigkeiten und #raupenalarm wurde abgespalten. Dort hielten wir uns jetzt noch einige Jahre auf. Wir, das heißt Britta, Christian und die raupe.

Vor ein paar Tagen kam dann der Server-Admin in unseren Channel und teilte mir mit, dass er den Server abschalten wird. Das Internet hat sich verändert, keine Band will mehr Fan-Chats. Focus liegt nun auf Twitter & Co. Kein Bedarf mehr.

Nun gut. Gibt ja noch genug andere IRC-Server auf der Welt. Aber trotzdem ist es nach jetzt 7 Jahren, die man dort rumhing und während denen man tolle Freunde kennengelernt hat, schon etwas traurig.

Bye, bye umbranet. Danke für alles!

Hallo, Denon.

Bereits seit längerer Zeit suchte ich nach einer besseren Lösung für die Soundverteilung für mein Heimkino-System™.

Bisher hatte ich mein Teufel 5.1-System, angeschlossen an der "decoderStation 3", ebenfalls von Teufel. Damals (das System ist jetzt schon 4 oder 5 Jahre alt!), als ich nur den PC an dem System hatte war das auch alles noch ganz gut, aber heute, im Zeitalter von HDMI war die decoderStation mit seinen lediglich zwei optischen Eingängen etwas schwach ausgerüstet.

Sonntag Abend war es dann mal wieder soweit, dass ich nach einem entsprechenden AV-Receiver suchte um endlich alle Probleme aus der Welt zu schaffen. Zuerst dachte ich, ich müsste dann auch neue Boxen kaufen, aber irgendwann fiel mir auf, dass man das Teufel-Set auch Teilaktiv betreiben kann. Top!

Nach ein paar Fragen auf Twitter kam ich dann recht schnell zum Denon AVR 1912. Hat alles was ich brauche und ist zudem noch steuerbar per Webinterface und hat AirPlay. Außerdem gab es noch die Transformers 3 3D-Bluray von Amazon dazugeschenkt (hab aber keinen 3D-Bluray-Player, schade).

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Von vorne. Wer das Lied (und Interpret) erkennt, bekommt nen Keks.

Dienstag war er da. Alles top, alles funktioniert. Ein paar wenige Kritikpunkte hab ich allerdings bisher. Zum Einen is die GUI hässlich und zum Anderen hat das Ding kein WLAN eingebaut und auch keinen Steckplatz für einen entsprechenden Dongle. Hier musste ich mir anders helfen. Das Ding wurde zum Glück direkt auf der Amazon-Seite unter "Leute die das kauften, kauften auch" empfohlen, sonst wär ich wohl nie drauf gekommen.

Warum ich kein Kabel zum Fernseher lege? Weil da schon genug Kabel liegen und alles andere da auch per WLAN angestöpselt is. Fertig, aus.

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Kabelsalat. Da muss ich mal wieder etwas Ordnung rein bringen.

Jedenfalls läuft das Ding nun. Es steht noch behelfsmäßig auf nem LACK neben dem eigentlichen TV-Tisch, was etwas doof aussieht, aber eine bessere Lösung fällt mir jetzt nicht ein. Außer dem Fernseher an die Wand zu dübeln. Mal schauen.

Insgesamt bin ich zufrieden. Tut, was es soll und das AirPlay scheint auch recht problemlos zu funktionieren -- im Gegensatz zu den Berichten in den Amazon-Rezensionen.

House

Tja, jetzt ist es so weit. Vor ein paar Tagen wurde angekündigt, dass House, eine meiner Lieblingsserien, nach der achten Staffel, die gerade in Amerika läuft, nicht weitergehen wird. Normalerweise poste ich hier ja nicht jede 08/15-Newsmeldung, aber hierzu wollte ich dann doch mal was schreiben.

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House-Cast zu guten Zeiten, Staffel 5. (©2008 Fox Broadcasting Co. Cr: Timothy White/FOX)

Denn House begleitete mich die letzten 6 oder 7 Jahre. Damals schaute ich es noch auf RTL, Dienstags um 21:15. Meistens im Wohnzimmer mit der Familie. Danach kam Monk. Auch gut. Es war in den stressigen Zivildienst-Wochen auch immer das Highlight auf das ich mich freute.

Irgendwann, als RTL die Ausstrahlung der 2. Staffel, glaube ich, mal wieder unterbrach um ein paar Wiederholungen zu zeigen, kam ich dann auf die Idee, dass man es ja auch auf Englisch gucken kann. Irgendwo im Internet. In den USA lief ja auch schon die dritte Staffel. Ab diesem Zeitpunkt schaute ich es dann hauptsächlich auf Englisch. Denn nach kurzer Zeit hasst man die deutschen Synchronstimmen. Kann man wohl nichts machen.

Nachdem ich dann schon House auf Englisch schaute, fing ich dann auch langsam an andere Serien zu schauen. Es war quasi mein Einstieg in die schillernde Welt der US-Serien.

Jedoch schwand mit der Zeit auch irgendwie, langsam aber konstant, die Lust an House. Am Anfang hatte es immer oberste Priorität, wenn ich einen Stapel an Folgen zu schauen hatte, mittlerweile schaue ich es fast immer als letztes. Klar, die Folgen sind meistens immernoch gut. Ich mag House immernoch und am Liebsten hatte ich immer die Interaktion zwischen House und Wilson. Folgen die irgendwie darauf ausgerichtet waren, waren immer die besten.

Jedenfalls. Was ich sagen will: ich bin einerseits ein bisschen traurig, andererseits finde ich es aber auch vollkommen okay, dass sie jetzt nach Staffel 8 schluss machen und es vielleicht schaffen mit dem Rest der Staffel noch ein paar gute Folgen abzuliefern damit man am Ende eine gute, abgeschlossene Serie hat. Besser als etwas, was noch drei Staffeln bei mieser Qualität rumdümpelt.

In diesem Sinne: Danke für schöne 8 Staffeln, Hugh Laurie.

Die vernetzte Heizung

Auf irgendeiner Bahnfahrt, ich glaube es war zum Fotowalk (von dem ich noch keine Bilder zeigte -- kommt noch!), letztens hörte ich den Build and Analyze Podcast, in dem Marco vom Nest erzählt. Das ist so ein schick aussehendes Steuerdings für die Heizung. Bei den Amis scheint es verbreiteter zu sein, zentrale Wandthermostate zu haben um die Heizung zu regeln. Keine Ahnung, aber ich glaube (basierend auf meiner langjährigen Erfahrung als Heizungsfachmann) ist es hierzulande doch recht selten anzutreffen, wenn die Heizung nich gerade erst vor ein paar Jahren erneuert wurde. Aber ich kann mich auch irren. Ich regelte meine Heizungen bisher jedenfalls immer mit solchen Drehthermostaten am Heizkörper direkt.

Ich schaute mir das Nest-Ding kurz an und dachte mir, dass es sowas doch auch für "normale" Heizungen geben muss. Eine kurze Google-Suche brachte mich erstmal zu diesem recht günstigen Gerät, welches schonmal irgendwie automatisches Regeln bietet. Ich schrieb meinem Vater kurz eine E-Mail und fragte, ob es kompliziert is die Dinger an der Heizung zu tauschen. Bei wichtigen handwerklichen Fragen schreibe ich immer erst Papa ne E-Mail bevor ich googele. Er meinte: kein Problem.

Aber ich wollte mehr als nur langweilige, kompliziert zu erstellende und unflexible Programme. Ich wollte Funk. Internet. Cloud!

Glücklicherweise ist ELV ein recht guter Laden. Sie führen nämlich auch das MAX!-System. Da gibt's allerhand Kram, unter anderem aber auch normale Heizungsthermostate und einen kleinen Würfel, der die per Funk anspricht und den man dann widerrum per Netzwerk ansprechen kann. Dieser übernimmt dann die zentrale Verwaltung und Konfiguration. Außerdem las ich, dass man es auch übers Internet und mit einer iPhone-App ansprechen kann. Es bot damit alles, was ich wollte.

Also bestellte ich gestern zum Test mal den LAN-Cube und ein Thermostat. Heute kam es an (überraschenderweise. Super fix, Amazon-Verhältnisse!) und ich montierte es erstmal in der Küche, weil ich da das alte Ding ohne den Einsatz einer Rohrzange abschrauben konnte:

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Meiner Meinung nach könnten die Dinger ruhig etwas kleiner sein, denn ganz blind bin ich noch nicht. Aber was solls. Letzendlich einen Tick größer als normale Dreh-Dinger, aber stört ja eigentlich auch nicht.

Der LAN-Cube war eine schöne Überraschung, denn es ist wirklich ein kleiner süßer weißer Würfel. Hihihihi. Und er bezieht Strom über einen Mini-USB-Anschluss. Aus irgendwelchen Gründen finde ich das sympatisch.

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Inbetriebnahme gestaltete sich problemlos. Komische Software installiert, automatisches Firmwareupdate, alles fand sich und ließ sich regeln. Wunderbar. Die iPhone-App is relativ hässlich, tut aber was sie soll.

Die einzige Sache, die mich bisher stört ist, dass die Software, die man auf seinem Rechner installiert wiederrum nichts weiter ist als ein mittelschlechtes Webinterface. Man installiert einen Java-Applicationserver, der per UDP mit dem LAN-Cube kommuniziert. Das ist eine ziemlich abstruse Architektur. Ich hätte erwartet, dass der LAN-Cube selber ein Webinterface bereitstellt, und man diese Windows/Mac-Software nur für die initiale Konfiguration oder so benötigt.

Diese Tatsache hat mehrere Nachteile:

Erstens bin ich gezwungen die "Cloud-Lösung" zu nutzen, wenn ich meine Heizung von unterwegs regeln will (z.B. wenn ich die Heizung schonmal anmachen will, wenn ich in den Bus steige, damit es warm ist, wenn ich Heim komme).

Zweitens kann ich nicht einfach ein paar PHP-Scripts schreiben, die mit dem Webinterface irgendwas cooles anstellen. (Weil das doof ist, wenn das Interface auf meinem Windows-Rechner laufen muss)

Drittens hatte ich insgeheim gehofft, dass sie vielleicht irgendeine (evtl undokumentierte) REST-API haben, die man für coole Sachen benutzen könnte. So müsste ich jetzt irgendwie entweder die Kommunikation reverse engineeren (oder die Java-App decompilieren), oder mal schauen wie die das Cloud-Portal mit dem Cube kommuniziert und das irgendwie reversen. Stress!

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Nun gut. Immerhin hat mein Test gezeigt, dass das wohl ganz gut funktioniert. Werde jetzt wohl erstmal noch zwei weitere von den Thermostaten erwerben, sie im Wohnzimmer anbringen und dann testen wie gut es sich im Alltag schlägt. Werde euch auf dem Laufenden halten, ob ihr wollt, oder nicht.

Falls sich jemand fragt, wozu man sowas überhaupt braucht: Meine Heizungen sind aus, wenn ich nicht daheim bin. Wenn ich dann nach Hause komme (irgendwann zwischen 18 und 23 Uhr, sehr verschieden) ist es hier meistens sehr kalt. Dann muss ich erstmal hier und da die Dinger aufdrehen und warten. Es wär doch viel schöner, wenn es schon warm wäre, wenn ich heim käme, oder? Genau. Und Heizkörper einfach den ganzen Tag anlassen kommt nicht in Frage. Kostet ja auch Geld.

Assassins Creed: Brotherhood

Ich spielte soeben Assassins Creed: Brotherhood durch. Also ich beendete die Hauptstory. Mein Fazit: Joa, gutes Spiel. Leider etwas kurz.

Nach den ersten 1-2 Stunden, als ich die Steuerung wieder drin hatte, machte es tatsächlich auch dann wieder richtig Spaß. Wieder mal gab es viele Dinge zu tun neben der Hauptstory. Wieder mal tut man natürlich die Meisten Sachen niemals.

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Nach fast 14 Stunden war ich diesmal durch, etwa fünf Stunden weniger als beim Vorgänger. Und das obwohl ich diesmal wesentlich mehr Nebenquestzeug gemacht habe (Läden gekauft, Borgia-Türme gesprengt, Viewpoints alle synchronisiert). Ich fand es insgesamt zu kurz, das Ende kam irgendwie zu schnell. Aber naja. Revelations ist bestellt.

Man könnte nun Argumentieren, dass ich das Spiel ja nich wirklich durch hab, wenn die Gesamtsynchronisation nur 45% beträgt. Ja, okay. Es gibt noch ein bisschen zu tun: Dämliche Attentatmissionen, dämliche Kurtisanenmissionen, dämliche Leonardo-Missionen ("Entdeckt werden führt zu Desynchronisation").

All diese Sidequests haben bei mir keinen Wert mehr, nachdem ich den Hauptquest durch habe. Irgendwie ist das alles nur Quark, der das Spiel strecken soll. Aber warum sollte man es machen, wenn es nicht in den Hauptquest integriert ist?

Außerdem war meine Assassinen-Rekrutengruppe auch zu wenig involviert. Am Anfang fand' ich sie sowieso blöd, war mir zuviel Mikromanagement. Trotzdem mochte ich sie dann doch und hab sie fleißig gelevelt. Hatte gedacht, dass sie später vielleicht nochmal zu gebrauchen sind.

Aber das eine Mal, wo ich sie im Hauptquest gebraucht hätte, bei dem Rennen zur Petersbasilika, waren sie nicht verfügbar. Tolle Wurst. Ansonsten hat man sie auch nie wirklich gebraucht.

Insgesamt war das Spiel irgendwie konstant auf der Schwelle zwischen "Zu leicht" und "Frust". Wobei ersteres hauptsächlich für jegliche Kämpfe gilt (bin insgesamt 6 Mal gestorben, davon 6 mal durch falsche Sprünge). Frust gab's dann in den dämlichen Sprungeinlagen. Wenn Ezio mal wieder nen Meter daneben springt, weil man den Joystick nen Millimeter in die falsche Richtung drückt.

Ebenfalls frustig waren die Leonardomissionen, in denen man nicht entdeckt werden durfte. Deswegen habe ich danach auch keine mehr davon gemacht, als ich meinen Supersprungfesthalte-Handschuh hatte. War ja storytechnisch auch nicht nötig.

Hach. Keine Ahnung, was ich damit genau sagen will. Ich hätte einfach gerne, dass die ganzen Nebenelemente die das Spiel bietet mehr in die Hauptstory eingewoben wären, so dass man mehr Lust hat, den Rest auch zu machen. Denn irgendwie ist es ja auch schade um das ganze Zeug, was da eingebaut wurde.

[rating:3.5/5]