knuspermagier.de
Der privateste Blog von Philipp.

RSS ist tot!

Nee, Quatsch. Nicht ganz. Aber trotzdem bemerkte ich in meinem täglichen Umgang mit dem Medium in der letzten Zeit eine ziemlich starke Veränderung.

Bis vor kurzem hatte ich nämlich noch bestimmt etwa 90-100 Feeds mit Google Reader abonniert. Meistens langweilten sie sich in einem Browser-Tab (eins von den kleingemachten, angepinnten) bis ich mal reinging und durchklickte. Darunter waren vor allem viele Techblogs und so Kram wie heise.de und so.

Seit einigen Monaten änderte sich meine Nutzung erstmalig als ich Reeder installierte. Der Tab verschwand aus meinem Browser und war nun ein unscheinbares App-Icon unten im Dock. Meistens schaute ich nicht mehr 10 mal am Tag rein, sondern nur noch einmal. Abends, wenn mir beim Programme beenden einfiel, dass da ja noch der Reeder ist. Außerdem drückte ich bei vielen Sachen einfach auf "Mark all as read".

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In der letzten Woche dachte ich mir, dass es dann doch auch irgendwie sinnlos ist, diese ganzen Feeds, die ich eh immer überspringe, weil ich die Geschichten schon von Twitter kenne, noch im Feedreader zu haben und entfernte die meisten. Alles was nun noch blieb sind ein paar persönliche Blogs und Webcomics, kein Techscheiß, kein Newsscheiß, kein Scheiß, den ich am Tag 20 mal bei Twitter sehe. Das Ergebnis: Weniger neue Artikel am Tag, weniger oft das Verlangen alles als gelesen zu markieren. Top!

MPS Hamburg

Vor ein paar Tagen entschied ich relativ spontan dem MPS in Hamburg an diesem Wochenende einen Besuch abzustatten. Ich wusste ja, das Britta da sein wird und hatte Lust auf Saltatio Mortis. Da ich allerdings keine Lust hatte, da den ganzen Tag zum zu hängen (hatte am letzten Wochenende ja schon genug Standzeit), fuhr ich erst gegen 20 Uhr Richtung Hamburg-Öjendorf um mir wenigstens die Abend- bzw Nachtkonzerte anzusehen.

So sah ich Die Streuner, Rapalje und dann zum Abschluss auf der großen Bühne Saltatio Mortis. Auch wenn ich zunächst über den Eintrittspreis von 20 Euro etwas geschockt war, hat es sich dann doch gelohnt. (Singen letztes Jahr kostete 12 Euro... und ich finde, wenn man erst um 20 Uhr kommt, könnten sie die Preise wenigstens etwas senken.)

Außerdem hatte ich mir am Freitag die 5DmI von Martin geliehen und hatte sie dabei. Blöderweise ging sie relativ schnell alle. Anscheinend kennt sie auch nur die beiden Akku-Ladezustände "Voll" und "blink fast leer!". Trotzdem hatte ich viel Spaß damit, vor allem weil sie zwei Auswahlräder hat und nicht nur eins, wie meine 400D. Leider hatte ich mich Brennweitentechnisch etwas verschätzt. Beziehungsweise hab ich eh nichts vernünftiges jenseits der 50mm um näher ran zu kommen.

Hier ein bisschen Bühnen und Feuergeknipse:

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Das spannende Rätsel um ein kleines Stück Metall

Am Sonntag war ich auf dem Ärzte-Konzert in Berlin und es war ziemlich knorke. Man merkt schon, dass das Publikum irgendwie wesentlich textsicherer ist und die Atmosphäre in der Waldbühne ist wirklich ziemlich gut. An- und Abreise klappten mit der Bahn auch ganz gut, abgesehen davon, dass der Zug am Montag einfach mal ausfiel, weil kein ausgeschlafenes Personal aufzutreiben war, aber nun gut. Kam dann eine Stunde später als geplant in Hamburg an.

Nun aber zum Hauptthema dieses Blogeintrags. Irgendwann am Abend des gestrigen Montags entdeckte ich dieses im Folgenden abgebildete Metallstück in meinem Schuh. Es ist etwa zehn Zentimeter lang, ziemlich hart und sieht reichlich alt aus. Nun frage ich mich wie es wohl in meinen Schuh gelangt sein könnte. Und, natürlich, um was es sich handelt.

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Vielleicht war es von Anfang an im Schuh enthalten und hat sich mit der Zeit nur gelöst? Doch warum sollten die Schuhhersteller alte, etwas angerostete Stücke Metall in den Schuh einbauen. Außerdem konnte ich am zweiten Schuh keine Anzeichen von eingesetzten Metallstangen finden.

Die einzige Möglichkeit die bleibt ist, dass ich es mir auf dem Konzert irgendwie eingehandelt habe. Nach langem herumprobieren fand ich allerdings keinen Weg wie man das Ding an meinem Knöchel vorbei in den Schuh führen sollte, ohne, dass ich davon Notiz nehmen würde. Es ist und bleibt ein Mysterium, welches sich wohl niemals lösen wird. Schade.

Ein paar verwackelte Sternfotos

In den letzten Wochen passierte es mir mehrfach, dass ich abends mit dem Fahrrad von der Bushalte stelle nach Hause fuhr und dabei den Himmel anguckte. Ja, eigentlich sollte man beim Fahrrad fahren lieber auf den Verkehr achten, aber von so einer schönen sternklaren Nacht wird man doch leicht in den Bann gezogen. Und damit habe ich wohl die schnulzigste Einleitung geschrieben, die bisher in diesen Blog fand.

(Natürlich achte ich beim Fahrrad fahren immer sehr auf den Verkehr)

Freitag kam ich nun ausnahmsweise nach Hause als es noch hell war, nahm mir aber vor, sobald es dunkel ist, mal mit dem Fahrrad etwas raus zu fahren und ein paar Langzeitbelichtungen zu machen. Das letzte mal machte ich das vor 3 oder 4 Jahren in Furtwangen. Aus irgendwelchen Gründen schlief ich am Freitag Abend aber dann direkt ein und wachte erst Samstag morgen wieder auf. Schade.

Jetzt gerade eben, ich kam gerade aus dem Kino, wollte ich den Plan dann doch noch in die Tat umsetzen. Also Stativ eingepackt, die tolle LED-Leuchte ans Fahrrad geschraubt und ab gings. Ich fuhr ein Stück entlang meiner Standard-Fahrradstrecke, die mich raus aus Glinde führte. Auf einer Brücke über irgendeine Bundesstraße hielt ich an, weil ich es für einen guten Ort befand. Nach den ersten Aufnahmen fiel mir auf, dass die Brücke anscheinend doch mehr wackelt, als ich gedacht hätte, wenn Autos darunter durch sausen (kann man "sausen" noch sagen?).

Vielleicht lag es auch nicht am Wackeln der Brücke, sondern an irgendeinem Einstellungsproblem an der Kamera, oder so. Jedenfalls hatte ich auch nicht viel Ausdauer und fühlte mich aufgrund der Dunkelheit dann doch etwas unwohl. Also machte ich noch schnell ein kitschiges Auto-Lichtspuren-Bild, packte wieder zusammen und fuhr Heim.

Beim nächsten mal also noch ein paar Meter weiter. Weil ich die Mühe nun aber nicht umsonst auf mich genommen haben will, hier trotzdem noch zwei Fotos. Nächste Woche versuch ich's nochmal, falls das Wetter stimmt.

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watched.li macht Fortschritte.

Viele von uns warten derzeit sehnsüchtigst auf den Relaunch von watched.li. Naja, vielleicht ist das etwas übertrieben, aber ich verspreche allen auf jeden Fall schon ziemlich lange, dass es bald die tolle neue Version gibt. Ohne Invite-Kram und mit schönerem Design und Kram.

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Nachdem die Designs von Marcel jetzt zum größten Teil von Martin umgesetzt wurden habe ich mich an diesem Wochende auch endlich mal hingesetzt. QUOTE.fm etwas zu Seite geschoben und stattdessen watched.li komplett neu gemacht. Warum, fragt ihr euch? Naja. Der alte Code entstand bei meinen ersten Experimenten mit dem Yii-Framework und war daher nicht besonders optimal. Daher nochmal alles ordentlich neu.

Ich glaube das meiste habe ich in dieser Nacht geschafft, allerdings sind, wie immer, noch einige Kleinigkeiten zu tun. Hier und da muss auch Martin nochmal ran. Der größte Block, die Migration der Seriendatenbank von TVRage zu TheTvDb ist allerdings schon geschafft.

Warum der Wechsel? TVRage ist in letzter Zeit oftmals nicht erreichbar oder hat viele fehlerhafte Daten gehabt. Von TheTvDB habe ich bisher erstmal nicht viel schlechtes gehört. Die APIs nehmen sich allerdings insgesamt nicht viel -- beide ziemlich hässlich. Mal sehen wie es uns damit ergehen wird.

Außerdem merkte ich, dass es sich ganz gut arbeiten lässt mit dem 15" Macbook Pro. Auch ohne Thunderbolt-Display. Jedenfalls solang man noch ein kleines Macbook hat für Twitter, E-Mail, IRC und den ganzen Kram. 11" + 15" sind quasi die Homeoffice-Alternative zu 15" + 27".

Dreideh-Ess Iks-Ell.

Vor etwa einem Jahr erwarb ich, nach langem hin und her, einen Nintendo 3DS. Vor allem die Form gefiel mir nicht.

Jetzt hat Nintendo den 3DS XL herausgebracht. Da ich den 3DS eigentlich nie großartig viel benutzt habe, kaufte ich den Nachfolger allerdings nicht sofort. Vor allem hatte ich auch bedenken, dass alles auf den größeren Bildschirmen (die ja nicht von der Pixelanzahl verändert wurden) noch schlimmer aussieht als auf den kleinen 3DS-Screens.

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Nachdem ich nun aber mal den 3DS XL von Marcel unter die Lupe nehmen konnte, entschied ich mich doch dafür, ihn zu kaufen. Er ist zwar ziemlich riesig und auch ein bisschen schwerer als der Kleine, liegt dafür aber auch wesentlich besser in der Hand. Und auch wenn die Bildqualität nicht perfekt ist wirken die großen Displays irgendwie heller und freundlicher. Es macht auf jeden Fall mehr Spaß auf dem 3DS XL zu spielen.

Da ich den 3DS in diesem Zuge an Florian verkaufen konnte hat das Upgrade auch nicht soviel gekostet und war verschmerzbar.

(Einziger Kritikpunkt: Nintendo legt kein Netzteil bei. Was soll das eigentlich?)

Mein Problem mit Breaking Bad

Letzte Woche fing ich damit an mir mal Breaking Bad anzuschauen. Denn ich hatte so langsam das Gefühl, ich wäre der letzte auf diesem Planeten, der die Serie noch nicht kennt. Sogar mein Vater erzählte mir schon mehrfach, dass er es schaut.

Nach der ersten Staffel habe ich nun ein eher gemischtes Gefühl. Die ersten vier oder fünf Folgen fand ich insgesamt noch nicht so super. Also auch nicht langweilig, oder schlecht, immerhin habe ich es nicht direkt aufgegeben, aber halt auch nicht supergut. Die letzten beiden gingen dann wieder etwas in die spannendere Richtung, ich sehe also positiv in die Zukunft und werde mir wohl auch Staffel 2 noch anschauen. Immerhin sagten ja auch viele, dass es dann erst richtig gut wird.

Nach 124 Wörtern nun aber mal zum Thema dieses Posts. Was ist mein Problem?

Zum Einen finde ich keinen der Charaktere sympatisch. Walt ist irgendwie, keine Ahnung. Ich hab überhaupt keine Beziehung zu ihm. Seine Frau, der Sohn, der komische Polizist, alle doof. Der einzige, den ich okay finde ist ausgerechnet Jesse, der Junkie.

Zum Anderen ist es niemals nie auch nur ein kleines Bisschen lustig. Oder der Humor ist so subtil versteckt, dass ich ihn nicht finde. Ich bin der Meinung, dass in dieses ganze düstere Setting ein bisschen schwarzer Humor reinpassen würde.

Zum Anderen fehlt mir einfach ein bisschen mehr Humor. Klar, gibt es ein paar witzige oder ziemlich abstruse Szenen, aber mal ein bisschen schwarzer Humor von einem der Charaktere würde die Sache schon etwas auflockern, finde ich. Ich würde gerne wenigstens einmal pro Folge kurz lachen können.

Damit auch zum nächsten Punkt. Irgendwie ist das alles so super düster und durchgängig negativ. In den ersten paar Folgen passiert rein garnichts Gutes. Erst in der sechsten Folge dachte ich dann "Oh, jetzt geht's endlich mal bergauf, cool!".

So. Das war's eigentlich schon. Nichts desto trotz werde ich, wie gesagt, weiterschauen und vielleicht gibt es schon in wenigen Wochen einen Blogpost mit dem Titel "Was ich damals schrieb ist alles dumm, Breaking Bad ist die fucking beste Serie auf diesem Planeten, vielen dank für's zuhören und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt »der knuspermagier schreibt, dass ihm eine Serie nicht gefällt, bevor er alle Folgen gesehen hat«."

Update:

Folge 2: Crazy 8 läuft gegen den Baum. Jesse spielt Cool Runnings im Supermarkt. Walt spielt Butch in Jesses Küche. Die Badewanne. DIE BADEWANNE! Du trollst uns doch.

Peter schrieb dieses hier in den Kommentaren. Ja, ich muss ihm zustimmen und habe daher den Absatz zum Humor etwas verändert.

Einmal quer durch Deutschland, zweimal die ärzte.

Am letzten vorletzten Wochenende war ich mal wieder unterwegs.

Alles begann damit, dass ich am Freitag, nachdem wir den ganzen Tag im Elbdudler Büro Stühle, Tische, Lampen, Displays und Kartons schleppten, zum Flughafen fuhr um dort in einen Flieger zu steigen. Versnobbt wie ich so bin, hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen nach Stuttgart zu fliegen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

(Naja, okay, der Flug war in etwa genauso teuer wie ein Bahnticket (ohne 29€-Spezialpreis))

Jedenfalls war der Flug ziemlich angenehm. Auch beim fünften Mal nun, habe ich immer noch mit großer Freude die ganze Zeit aus dem Fenster geschaut. Immer wieder schön anzusehen.

Nach einer Stunde Flug landete ich irgendwann in Stuttgart und fuhr noch einmal eine ähnlich lange Zeit mit S- und U-Bahnen herum um zum Daniel und Svenja zu gelangen, welche mir mir großzügig wie sie nun mal sind, eine Unterkunft für die Nacht zur Verfügung stellten.

Nach einer Pizza und einigen Stunden voller Gitarren und sonstiger Beschäftigungen schlief ich dann eine Runde auf der Couch, die schon oft in der beliebtesten Web-Show der Welt zu sehen war. Am Morgen konnte ich dann sogar mal die mysteriöse Dusche in der Küche benutzen... und naja... ich wurde sauber.

Leider musste Daniel irgendwann nach weg fahren und somit hatte ich den Rest des Nachmittags erstmal zu meiner freien Verfügung. Nachdem ich etwas im Starbucks rumsaß um mein iPhone aufzuladen, entschied ich mich, mich auf den beschwerlichen Weg bis nach Ludwigsburg zu machen.

(Aus Gründen hatte ich nämlich auch ein Gesamtnetz-Tagesticket gekauft, obwohl ich es, wie sich im Laufe des Tages herausstellte, eigentlich garnicht gebraucht hätte, wäre ich nie nach Ludwigsburg gefahren.)

Dort traf ich den guten Serhan, den ihr alle sicher kennt, weil er der Entwickler des besten Leitstellensimulators der Welt ist. Wir liefen eine Runde durch den Favoritepark, wo wir hauptsächlich wild gewordenen wilden Tieren, Regentropfen und Seniorenreisegruppen auswichen. Das Schloss am Ende war die Reise auf jeden Fall wert.

Nach dem kurzen Ausflug war es dann auch schon an der Zeit zur Schleyerhalle aufzubrechen. Glücklicherweise fand man dort auch relativ gut hin, denn der Weg war gesäumt von Menschen in Die Ärzte-T-Shirts, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass irgendwo in der Nähe ein Konzert stattfinden muss.

Wie der Zufall es so wollte befand ich mich am Ende ziemlich weit vorne am Einlass und bekam in der Halle sogar noch eins dieser Bändchen, welches mich dazu berechtigt hätte in den ersten Abschnitt vor der Bühne zu gehen, um direkt im Moshpit totgetrampelt zu werden. Ich entschied mich nach kurzem Überlegen dazu, es mir vorläufig erstmal im zweiten Abschnitt gemütlich zu machen. Hatte am nächsten Tag ja noch ein weiteres Konzert vor mir.

Irgendwann begann dann die Vorband, Cryssis. Ganz lustig daran war, dass der Schlagzeuger von den Hosen dort ebenfalls am Schlagzeug sitzt. Immerhin waren sie ganz in Ordnung. Die Ärzte spielten danach auch ziemlich gut, leider das gleiche Set wie in München. Da sie aber zwischendurch anderen Quatsch machten war das alles völlig okay. Außerdem spielte Rod sein langes Solo bei "Sohn der Leere", was den Song nur noch besser macht.

Insgesamt war ich auch überrascht vom Sound in der Schleyerhalle, nachdem ich eigentlich bisher nur negatives darüber gehört habe. Naja.

Etwas negativ fand ich, dass ich irgendwie nach fünf Minuten Konzert mitten in einem Moshpit stand, also genau die Situation, die ich vermeiden wollte und der Grund warum ich nicht in den ersten Abschnitt ging. Nachdem ich Kontakt mit genügend durchgeschwitzten ekligen Menschen hatte, bewegte ich mich dann langsam nach hinten durch, gelangte in weitere nasse Menschenmassen und letzendlich glücklicherweise in eine Zone, aus der ich noch ziemlich gute Sicht hatte und auch nicht ständig angerempelt wurde.

Nach dem Konzert wollte ich ich dann noch mit dem Team Stuttgart treffen. Außerhalb der Halle bot sich mir dann die Entscheidung entweder auf den Bus zu warten, der vielleicht irgendwie in eine verwertbare Richtung fährt (20 Minuten) oder einfach den Massen hinterher zu laufen und zu hoffen, dass sie irgendwie zu einer U-/S-Bahn gehen würden. Beides überzeugte mich nicht so sehr und ich fragte kurz einen der im Überfluss vorhandenen Taxifahrer, was so eine Fahrt zum Hauptbahnhof kostet. Die grobe Schätzung von fünfzehn Euro entsprach genau meinem Budget, bei dem ich ganz gut damit klar komme es für eine Taxifahrt einzulösen.

Die Fahrt war sehr angenehm. Zum ersten Mal im Leben fuhr ich mit einem Auto, mit Start-Stopp-Automatik. Das hat mich umgehauen. Nachdem ich dem indisch-stämmigen Fahrer nicht klarmachen konnte, dass die Band, die spielte "die ärzte" heißt, zog ich es dann auch vor mich mit ihm über sein Auto zu unterhalten. Darüber erzählen Taxifahrer immer gerne.

Am Bahnhof holte ich meinen Rucksack aus dem Schließfach und machte mich dann auf dem weg zum Friedrichsbau oder so, wo ich Madlen, den Budenmeister und Sven traf. Wir liefen dann etwas durch die Gegend da, machten an ein paar Bars halt und hatten Spaß. Zum Abschluss gabs noch eine Falafel, die ziemlich gut war.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbrachte ich dann in des Budenmeisters Heim, dort wo ich schon damals schlief. Dummerweise hatte ich am nächsten Tag einen recht frühen Zug nach Erfurt gebucht, sodass ich die ganzen Menschen schon früh aus dem Bett schmeißen musste. Im Detail hieß das, dass wir um 4 ins Bett gingen und um 9 aufstanden oder so. Nachdem ich bei einem wunderbaren Frühstück noch die Budenmeistereltern kennenlernte wurde ich dann noch bis zum Hauptbahnhof nach Stuttgart gefahren! Automeister! Danke ♥

Danach stand meine erste Zugfahrt seit einer halben Ewigkeit an. Leider ging das nicht ganz ohne Probleme und so kam ich erst eine Stunde später als geplant in Erfurt an. War aber nicht so schlimm, denn mein Vater kam auch erst etwas später. Und so standen wir gegen 17 Uhr vor der Messehalle und warteten auf mein zweites Ärzte-Konzert an diesem Wochenende. Und auch das sollte ziemlich gut werden. Erfreulicherweise spielten sie hier auch das andere Set, sodass ich endlich mal in den Live-Genuss vom Waldspaziergang und einigen anderen Liedern kam.

Zum Übernachten ging es für die letzte Nacht der Reise dann nach Hause zu meinen Eltern. Dort erwartete mich direkt auch noch eine ordentliche Portion vom Mittagessen, was mir sehr gelegen kam, da ich den ganzen Tag noch nichts vernünftiges gegessen hatte. Supergut von Mama eingerichtet! ♥. Bei Oma gab es dann am nächsten Tag noch lecker Kaninchen, was meine kleine Rundreise perfekt abschloss. Um 17 Uhr war ich dann wieder in Hamburg.

halt, Moment, neiiiiiiiiin.

Letztens wollte ich schnell nach Hause gehen, weil ich noch in den Edeka wollte um mir eine leckere Tiefkühlpizza zu kaufen. Da mein Macbook immer hängen bleibt, wenn ich es einfach nur zuklappe und es am Thunderbolt-Display hängt (sicher aus irgendwelchen Gründen, die mit den Alpha-Treibern für meine USB-Grafikkarte zusammen hängen), fahre ich es immer herunter. Da das Herunterfahren über das Startmenü immer so ewig dauert, gebe ich in letzter Zeit einfach halt im Terminal ein.

Nunja. Vorgestern passierte also nun das, was nie passieren sollte. Ich gab halt in ein Terminal ein, in dem gerade eine SSH-Verbindung zum QUOTE.fm-Server offen war. Zufällig auch noch als root eingeloggt. Kurz nachdem ich Enter drückte, und sich der Server verabschiedete, bemerkte ich dann, was ich getan hatte.

Leider klappt der "Automatische Reset" aus dem Webinterface nicht, wenn der Server abgeschaltet ist. So musste ich wohl oder übel einen manuellen Reset in Auftrag geben und die paar Minuten warten, bis ein Hetzner-Techniker das Support-Ticket bearbeitete. Ging trotz allem dann recht fix und alles war wieder gut.

Um das ganze zu verhindern schrieb ich mir nun

alias halt='echo Nein, du Idiot'

in die .bashrc. Damit sollte das hoffentlich nicht mehr passieren. Zumindest solang ich nicht ausversehen shutdown eingebe...

Ja, ich weiß ich bin der letzte, aber ich arbeite jetzt auch in dieser Kirche.

Ja, ich weiß ich bin der letzte, aber ich arbeite jetzt auch in dieser Kirche.

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Da ich gestern ja erst recht spät ankam komme ich erst jetzt dazu, das zu erwähnen. Alles super hier bisher. Nur das ein oder andere Kabel muss noch ein bisschen besser versteckt werden. Und ich hätte doch gerne einen iPhone-Halter, in den das Ding auch mit Case reinpasst.

Danke an Martin für die Bereitstellung der Kamera. Hier ein Link zu seinem Fotografie-Blog.