Irgendwie begab es sich recht spontan, dass wir heute einen Firmenausflug ins Miniatur Wunderland unternahmen, unter anderem um uns mit Eva zu treffen.
Die beste Kamera ist die, die man dabei hat und iPhoneography wird ja sowieso groß geschrieben. Daher machte ich ein paar Fotos mit dem iPhone. Dabei bemerkte ich: der Autofokus ist scheiße langsam, vor allem wenn es dunkel ist, es rauscht wie sau, vor allem wenn es etwas dunkel ist und dieses "Lila-Flare-Problem" von dem ich letztens las ist stärker als gedacht, vor allem bei der Lichtsituation da.
Falls ihr mal einen Mac findet, der von seinem Besitzer bei Abwesenheit nicht gelockt wurde, packt doch mal folgendes in ein Terminal:
WORDS=('please help me' 'i am so alone' 'i am lonely' 'pssssst' 'hello' 'hey, listen.'); while [ 1 = 1 ]; do say "${WORDS[$[ $[ RANDOM % ${#WORDS[@]} ]]]}" -v Whisper; sleep 300; done
Hihihi.
(Das spricht alle fünf Minuten einen von den Sachen aus dem Words-Array mit der wunderschönen Flüsterstimme von OS X. Inspiriert von diesem Tweet.)
(Morgen werd ich das mal bei Martin ausprobieren. Hihihi.)
Es ist an der Zeit, dass ich in diesen Blog auch ein bisschen meiner unendlichen Lebenserfahrung einbringe und meinen Lesern wichtige Tipps gebe, wie sie ihr Leben verbessern können. Heute beginnen wir mit einer Sache, die etwas Durchhaltevermögen erfordert, sich im Endeffekt aber bezahlt macht, wie ich finde: Tagebuch schreiben.
Ich finde es spannend möglichst viel von meinem Leben irgendwo festzuhalten. Und zwar nicht um es anderen zu zeigen und damit anzugeben, wie toll alles ist, sondern weil ich es ganz persönlich interessant finde mein Leben zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen zu können. Da ich mir unmöglich alles merken kann, was passiert muss ich es natürlich irgendwo aufschreiben.
So entstand vor mittlerweile fast sieben Jahren dieser Blog hier. Anfänglich veröffentlichte ich jeden Tag einen Eintrag, in dem ich schrieb, was an den Tag so vorgefallen war. Meistens war das recht wenig, ich ging damals ja noch zur Schule. Ich selber finde die Einträge mittlerweile ganz lustig, aber würde jetzt nicht dringend empfehlen sie nach zu lesen.
Als ich mein Studium begann sank die Frequenz dieser Alltags-Beiträge leider ziemlich ab. Bis heute habe ich keine wirkliche Erklärung dafür gefunden, ein Mangel an Zeit kann es eigentlich nicht gewesen sein. Auf jeden Fall führte das dazu, dass es mir jetzt etwas schwerer fällt mich in die Studiumszeit zurück zu versetzen. Zumindest, was die ersten Semester angeht.
Denn irgendwann gegen Ende des Studiums kam ja Twitter und das iPhone. Damit war es wieder leicht möglich irgendwelche Alltags-Statusupdates heraus zu schicken. Da ich bereits früh dafür gesorgt hatte, dass meine Tweets irgendwo gesichert werden habe ich auch ein komplettes Archiv damit herumliegen.
Der Nachteil an Blog und Twitter ist natürlich, dass die Sachen öffentlich sind. Im Großen und Ganzen bin ich da ja nicht so, aber manche Sachen will man halt doch nicht in die Welt hinaus posaunen. Was macht man also damit?
Eine lange Zeit machte ich damit einfach nichts. Ich behielt die Gedanken einfach in meinem Kopf. Leider hat der Kopf natürlich zum Ersten die Angewohnheit, sich nicht alles zu merken, und zum Zweiten die Begabung, alles was er sich merkt, dann doch so zu verdrehen, dass es am Ende, wenn man drüber nachdenkt, irgendwie positiv aussieht. Die schlechten Dinge werden einfach ausgefiltert.
Nun wird es wahrscheinlich schon einen Grund haben, dass das so funktioniert, wie es funktioniert. Hin und wieder möchte ich mich aber trotzdem gerne an alles erinnern können. Aus diesem Grund fing ich Ende 2011 an ein Tagebuch zu führen. Damals analog, in ein kleines Notizbüchlein, ein paar Stichpunkte jeden Tag. Leider hielt ich das nicht sonderlich lange durch. Die Einträge umfassen so den Zeitraum vom 26.12.2011 - 6.1.2012 und noch vereinzelt ein paar Sachen im Februar und April.
Jeden Abend sah ich nun das Buch auf meinem Schreibtisch liegen und dachte mir, dass ich es doch nun mal wieder beschreiben musste. Mit jedem Tag, der verging stieg aber auch die Hemmschwelle, weil ich mir dachte, jetz die letzten n Tage nachtragen zu müssen. Wie das halt so ist, packte ich das Ding irgendwann in ein Schubfach und somit aus meinem Sichtfeld.
Ein paar Monate vorgespult. Ende Juli entdeckte ich mal wieder Day One, eine Tagebuch-App fürs iPhone und den Mac. Es war nicht das erste mal, dass mir diese App über den Weg lief, aber diesmal war ich in der Stimmung sie diesmal auch auszuprobieren. Und sie hat mich überzeugt. Das anlegen neuer Einträge funktioniert auf dem iPhone ziemlich einfach, außerdem wird auch noch die Location und das aktuelle Wetter gespeichert, was supercool ist. Die Mac-App sitzt immer schön im Hintergrund, lässt sich aber über ein Menubar-Icon auch schnell befüllen. Außerdem nervt es nun jeden Tag um 23 Uhr und bettelt darum, dass ich etwa hineinschreibe.
Ich glaube es dauerte etwa zwei Wochen, bis ich meinen Schweinehund komplett überwunden hatte und es einfach zur täglichen Routine wurde Abends den Tag nochmal kurz in ein bis zwei Sätzen zusammen zu fassen. Zusammen mit den Fotos, und den Notizen, die ich im Laufe des Tages noch rein werfe ergibt das zu jedem Tag ein paar Anhaltspunkte, mal mehr, mal weniger.
Mittlerweile zählt mein Day One-Archiv 153 Einträge. Bereits jetzt merke ich, dass es mir spaß macht, mal 4-6 Wochen zurück zu schauen und zu lesen, was ich da so zu sagen hatte. Super Sache.
Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob das nun wirklich sein muss. Muss man jeden Tag seines Lebens nachvollziehen können? Muss man sich alles merken? Ist nicht vielleicht der automatische Rosa-Brille-Filter ganz gut?
Diese Fragen muss sich natürlich jeder selber beantworten. Die Erfahrung mit meinem Blog hat mich gelehrt, dass es mir super viel Spaß macht alten Kram zu lesen und daher ist es für mich eine gute Entscheidung gewesen.
Abgesehen vom Nostalgie-Effekt hilft es mir manchmal auch Dinge, die mich beschäftigen einfach irgendwo hin zu schreiben. Auch dafür eignet sich Day One grandios.
(Day One speichert alles auch in relativ normale XML-Files und hat ein Kommandozeilentool um es automatisiert zu befüllen -- zum Beispiel einen Post mit allen Tweets des Tages, oder so. Dazu aber eventuell später mal.)
In letzter Zeit war ich immer etwas unzufrieden mit der Anordnung der Sachen im Arbeitszimmer. Eigentlich bin ich insgesamt etwas unzufrieden mit der Gesamtanordnung der Zimmer in dieser Wohnung. Eigentlich würde ich gerne das Schlafzimmer im Arbeitszimmer haben und Wohn- und (Dann-Ex)-Schlafzimmer zu einem großen Zimmer verbinden. Das würde aber bedeuten, dass ich eine wahrscheinlich tragende Wand herausreißen und verschieben müsste, was in einer Mietwohnung sicher nicht so gerne gesehen wird.
Weil dieser Plan also nicht wirklich umsetzbar ist, entschied ich mich erstmal für eine Lösung, für die ich kein schweres Werkzeug brauchte und stellte den Schreibtisch auf die andere Seite, neben mein Expedit. Irgendwie wirkt nun alles passender. Außerdem habe ich nun auch Platz um das Keyboard aufzustellen, nun kann es also noch besser verstauben, als so schräg an die Wand gelehnt, da fällt die hälfte vom Staub ja von alleine runter.
(Zum Vergleich: so sah es vorher aus -- zwischendurch habe ich auch noch den zweiten Monitor entfernt, da ich ihn nicht mehr brauchte)
(Falls sich jemand Sorgen um die Gitarren macht, die jetzt direkt vor'm Heizkörper stehen: Der ist sowieso nie an.)
In diesem Jahr sind die ärzte auf Tour. Direkt zwei mal. Und weil ich dachte, dass ich ja auch mal etwas total verrücktes machen könnte, kaufte ich mir im letzten Jahr Tickets für sechs Shows. Etwas später, als die Comeback-Tour angekündigt wurde kam dann noch das Siebte hinzu. Die Konzerte begannen meist so:
(Missing)
(Sorry, nachdem ich die grandiose Idee, das "Ist das noch Punkrock"-Intro für den Blogpost aufzunehmen, etwa 8 Wochen vor mir herschob, dachte ich mir nun, dass ich es endlich mal machen muss. Es ist in jeder Hinsicht nicht perfekt.)
Mein großes die ärzte-Konzertjahr begann am 30.5. in München, ging über Stuttgart, Erfurt, Berlin nach Hamburg, wo ich sie direkt zweimal hintereinander genießen konnte. Das Tourabschlusskonzert Ende August war für mich auch das Highlight der Tour. Insgesamt haben mir die Setlists ziemlich gut gefallen, ich fand die, bei der sie "Waldspaziergang mit Folgen" spielten allerdings etwas besser. Das Highlight war natürlich immer Rods ewig langes Solo bei "Sohn der Leere".
(Ich fand den Song auf dem Album gar nicht sooo gut, seit der Live-Version ist das aber mein Lieblingslied von Rod. So schnell kanns gehen.)
Letzte Woche folgte nun noch ein Konzert der Comeback-Tour, diesmal in Karlsruhe. Von den restlichen Konzerten der Tour war nichts in greifbarer Nähe und irgendwann dachte ich mir auch, dass es so langsam mal gut sein muss. Nach der Show in Karlsruhe bereue ich das nun ein kleiiiines Bisschen, da die Comeback-Setlist auch ziemlich knorke ist. Rod hat zwar anscheinend keine Lust mehr auf lange Soli, dafür gibt's zwei Blocks mit ihm und sie spielten "Angekumpelt".
Alles in allem hat es sich gelohnt. Das einzige was mich mit der Zeit störte, waren die anderen Konzertbesucher. Natürlich verhielten sich die meisten unauffällig und normal, aber es gibt halt immer mal wieder so Ausnahmen, wie irgendwelche Spinner, die meinen sie sich bei einem Indoor-Konzert pausenlos Zigaretten anstecken. Dämlich!
Neben den ärzten sah ich durch meine Reise quer durch Deutschland auch einige Leute. In München übernachtete ich bei Caro, Chris und Max und traf Leni, Stuttgart bescherte mir einen super Abend mit Team Stuttgart, nach Erfurt machte ich kurz halt bei meinen Eltern und in Berlin und Hamburg war ich auch nicht allein. Habe hier also erfolgreich das Schöne mit dem Schönen verbunden! Eine Win-Win-Situation sozusagen.
(Ein schönes Erlebnis war auch, wie ich Martin zurück in seine Jugend beförderte, als ich ihn etwas in Richtung eines Moshpits schob. Aber davon erzähl ich vielleicht ein anderes Mal)
Am Wochenende war ich in Karlsruhe um mir dort das letzte Ärzte-Konzert meiner großen Ärzte-Konzerttour anzusehen. Das war ziemlich gut. In Kürze werde ich noch einen zusammenfassenden Post dazu schreiben.
Am Samstag traf ich mich dann noch mit Daniel und Fabian, zwei ehemaligen Kommilitonen. Das war mal wieder ganz schön und ich freue mich jetzt schon darauf zu hören, was wir uns wohl nächstes Jahr zu erzählen haben.
Die Zeit bevor es am Sonntag Nachmittag wieder in die Heimat ging verbrachte ich, wie üblich, wenn ich in Karlsruhe bin, bei Britta und Christian, die wie immer, wunderbare Gastgeber waren.
Als ich am Samstag am Karlsruher Marktplatz auf Daniel und Fabian wartete machte ich noch ein paar Fotos. Es schneite und war sau kalt. Leider konnte ich den Schnee nicht so gut einfangen, wie ich wollte. War aber ja auch kein dichter Schneesturm. Fand die Fotos trotzdem ganz schön.
Eben erzählte ich ja noch von meiner neuen Gitarre, und dass sie leider ohne Unterschrift geliefert wurde. Ich beschwerte mich dann erstmal bei Thomann, da ich ja per Mail eine andere Auskunft bekommen hatte.
Am Dienstag morgen hatte ich dann die Antwort, wenn auch ohne jedes Schuldeingeständnis. Mir wurde gesagt, dass ich ein Pickguard zugeschickt bekomme, mit Unterschrift. Heute kam es an! Dann doch noch guter Service!
(Abgesehen davon, dass es aussieht als hätte jemand damit schon ein paar Stunden gespielt. Bilde mir einfach ein, dass es Rod selber war. Um die Unterschrift zu erhalten landet das Ding jetzt eh erstmal im Regal.)
Irgendwann letzte Woche twitterte ich so etwas wie "Ich hatte schon lange nicht mehr das Verlangen mir eine Gitarre zu kaufen". Das war wirklich so ein Gedanke, der mir in dem Moment kam. Kurz darauf, durch diesen Gedanken angestachelt, befand ich mich dann auf der "Product News"-Seite von thomann und entdeckte die HAGSTROM VIKING THE ROD LTD. Eine Rodrigo Gonzáles Signature-Gitarre und dazu auch noch zu einem halbwegs verschmerzbaren Preis!
Auf der Hagstrom-Seite las ich dann noch, dass die ersten Auslieferungen wohl auch noch unterschrieben sind. Ich fragte also kurz bei Thomann nach, ob sie auch welche von denen da haben. Der Thomann-Typ antwortete mit "Ja". Das war mein Zeichen. Am Mittwoch kam sie dann an und wie ich feststellen musste leider ohne Unterschrift. Keine Ahnung ob der Thomann-Mensch meine Mail falsch verstand, oder mich einfach belogen hat. Naja, was solls. Wäre beim Spielen eh nur weg gegangen, schätz' ich. Schickte mal noch ne Mail, in der ich Fragte, was da nun los war, bekam auf die aber bisher keine Antwort.
Zur Gitarre: Schönes Ding. Nicht super-perfekt verarbeitet, aber irgendwie muss der Preis ja auch machbar sein. Spielen lässt sie sich gut und klanglich find ich sie auch sehr angenehm. Im Vergleich zu meiner SG ist sie natürlich super-riesig und auch recht schwer, aber das ist nichts wirklich negatives. Wäre auch langweilig, wenn die Gitarren alle gleich wären.
Nach nahezu unendlicher Wartezeit und ewiger Vertröstung von allen, die es gerne benutzen wollten ist es nun soweit. Die alpha-beta-sonstwas-Phase ist vorbei und watched.li kann nun endlich von jedem, der will benutzt werden!
watched.li?
Für Leute, die es noch nicht kennen: watched.li ist ein kleines Projekt, welches ich bereits 2010 oder so anfing. Ich wollte festhalten, welche Serien ich bis wohin geschaut hatte und bisher gab es dafür keine vernünftige Webseite. Ich baute also los, Jan machte irgendwann ein Design dafür und dann lief die Geschichte erstmal für ein Jahr in einer geschlossenen Betaphase, in die ich Schritt für Schritt immermal ein paar Leute rein ließ.
Vor ein paar Monaten war es dann soweit, dass Marcel und Martin ein neues Design für watched.li umsetzten und ich mich langsam auch an den Rewrite machte. Weil zwischendurch immer mal wieder wenig Zeit und Motivation hatte verzögerte sich das ganze Unternehmen etwas. Vor gut drei Wochen nahm ich mir dann aber mal ein Wochenende Zeit, ging die Sache an und stellte die Beta auf die neue Version um.
In den letzten Tagen fixten Martin und ich dann hier und da noch ein paar Bugs und nun ist es soweit: keine Beta mehr, jeder kann sich anmelden, viel Spaß!
Zukunft
Wie wird es weitergehen? Als nächstes werden wir erstmal daran arbeiten ein paar Funktionen einzubringen, die es in der alten Beta-Version schon einmal gab -- Statistiken und öffentliche Benutzerprofile. Als nächstes steht dann eine API an, damit ihr euch tolle Sachen basteln könnt! (Und wir uns an die iPhone-App machen können)
Allerdings wird das alles nicht super-schnell gehen, denn, wie ihr wisst, hab ich da noch so was anderes am Laufen. Und ich will ja nebenbei auch noch ein paar Serien schauen!
Eigentlich wollte ich ja gestern mit Martin auf Fototour gehen, wir hatten uns so lose verabredet. Das heißt, Martin sollte bescheid sagen, wenn er Lust hat und dann mach ich mich auf den Weg.
Martin hatte um 10 Uhr Lust und ich hörte natürlich die iMessage nicht, schade. Als ich dann ein paar Stunden später aufstand war das Wetter sowieso nicht mehr zu gebrauchen und ich verschob das Vorhaben auf den nächsten Tag.
Heute schwang ich mich, nach dem Frühstück (etwa 14 Uhr) aufs Fahrrad, fuhr etwas herum und landete plötzlich in einem Wald. Kann ja mal passieren. Hier ein paar leicht herbstliche Pilz-Fotos.